Meine Suche nach der Identität des Karate-dō

Meine Suche nach der Identität des Karate-dō

Die Reise nach Japan – mehr als eine Dan-Prüfung

Als ich 1992 zum ersten Mal nach Japan reiste, glaubte ich, ein klares Ziel vor Augen zu haben.

Ich wollte den 1. Dan bestehen.

Ich wollte im Honbu Dōjō trainieren.

Ich wollte die großen japanischen Meister erleben und das Karate an seiner Quelle kennenlernen.

Damals glaubte ich, dass der schwarze Gürtel das Ziel sei. Heute weiß ich, dass er erst der Anfang war.

Doch viele Jahrzehnte später erkenne ich, dass diese Reise weit mehr war als die Vorbereitung auf eine Prüfung. Sie war der Beginn einer lebenslangen Suche – der Suche nach der Identität des Karate-dō und letztlich nach mir selbst.

Der Traum beginnt am Frankfurter Flughafen

Heute genügt oft ein paarmaliges Klicken auf dem Smartphone, um einen Flug auf die andere Seite der Welt zu buchen. Anfang der 1990er Jahre war das völlig anders.

Ich war Student und verfügte nur über ein kleines Budget. Jeder gesparte D-Mark-Schein brachte mich meinem großen Traum ein Stück näher: nach Japan zu reisen und dort Karate an seiner Quelle zu erleben.

Eine Woche lang fuhr ich fast täglich von Mainz zum Frankfurter Flughafen.

Damals gab es keine Internetportale, keine Vergleichsseiten und keine Apps, die einem innerhalb weniger Sekunden den günstigsten Flug anzeigten. Ich telefonierte mit Reisebüros, ließ mir Prospekte geben und lief von Schalter zu Schalter. Oft erhielt ich widersprüchliche Auskünfte oder hörte nur den Satz:

„Tut uns leid, das ist im Moment die günstigste Verbindung.“

Doch ich gab nicht auf.

Jeden Morgen stieg ich erneut in den Zug Richtung Frankfurt und hoffte, irgendwo noch ein besseres Angebot zu finden.

Schließlich hielt ich das Ticket in den Händen.

Cathay Pacific.

Für mich war das damals mehr als nur eine Fluggesellschaft.

Es war das Tor nach Japan.

Die Strecke führte von Frankfurt über Hongkong bis nach Tokio-Narita. In den frühen 1990er Jahren gehörte diese Verbindung zu den beliebten Routen für Europäer, die nach Japan reisten. Direktflüge waren für Studenten wie mich kaum bezahlbar. Cathay Pacific galt dagegen als zuverlässig und bot vergleichsweise günstige Tarife.

Die Reise würde fast einen ganzen Tag dauern.

Doch das spielte keine Rolle.

Ich war unterwegs zu meinem Traum.

Am Tag des Abflugs stand ich mit zwei großen, schweren Sporttaschen am Terminal des Frankfurter Flughafens.

In einer befand sich mein gesamtes Karateleben.

Mein Gi.

Mein Gürtel.

Trainingskleidung.

Ein paar Bücher.

Und die Hoffnung, in Japan Antworten auf Fragen zu finden, die ich selbst noch nicht formulieren konnte.

Die andere Tasche enthielt das Wenige, was ich für mehrere Wochen zum Leben brauchte.

Als ich am Check-in stand, wurde mir zum ersten Mal bewusst, was ich gerade tat.

Ich verließ nicht einfach Deutschland.

Ich verließ mein gewohntes Leben.

Vor mir lagen mehr als fünfzehn Flugstunden, ein Zwischenstopp in Hongkong und schließlich Tokio – eine Stadt, die ich bis dahin nur aus Büchern und Filmen kannte.

Während das Flugzeug langsam zur Startbahn rollte, schaute ich aus dem Fenster.

Unter mir lag Frankfurt.

Hinter mir lag Mainz.

Dort irgendwo standen mein kleines Dōjō, meine Familie und meine Trainingspartner.

Vor mir wartete Japan.

Das Land, das meine Vorstellung vom Karate für immer verändern sollte.

Damals konnte ich nicht wissen, dass diese Reise weit mehr werden würde als ein Auslandsaufenthalt.

Sie würde mein gesamtes Leben verändern.

Sie würde den Grundstein für meine Suche nach der Identität des Karate-dō legen.

Und sie würde den ersten Hammerschlag auf dem Weg der Bärenschmiede setzen.

Ankunft in Japan

Nach meiner Ankunft wohnte ich bei einer japanischen Gastfamilie etwa fünfzig Kilometer außerhalb von Tokio. Jeden Morgen fuhr ich mit der überfüllten Metro in die Hauptstadt. Zwischen Geschäftsleuten in dunklen Anzügen und Schülern in Uniform hielt ich meine Sporttasche fest in der Hand und fragte mich immer wieder, ob ich diesem Land und seinen Meistern überhaupt gerecht werden konnte.

Als ich schließlich zum ersten Mal das JKA Honbu Dōjō betrat, blieb ich einen Augenblick wie angewurzelt stehen.

Vor mir lag nicht einfach nur eine Trainingshalle.

Es war das Herz des japanischen Karate.

Seit Jahren hatte ich Bilder davon in Büchern gesehen und auf VHS-Kassetten bewundert. Nun stand ich tatsächlich dort. Ich zog die Schuhe aus, verbeugte mich tief und setzte den ersten Schritt auf den Holzboden, von dem ich so lange geträumt hatte.

Damals befand sich die Japan Karate Association in einer Zeit des Umbruchs. Unter der Leitung von Chief Instructor Motokuni Sugiura trainierten dort täglich einige der bedeutendsten Instruktoren ihrer Generation. Namen wie Masahiko Tanaka, Yoshiharu Osaka, Takenori Imura, Tomio Imamura, Yasunori Ogura, Katsutoshi Shiina oder Seizo Izumiya gehörten zum festen Bild des Honbu. Viele von ihnen hatten das berühmte Kenshusei-Programm durchlaufen und verkörperten die kompromisslose Schule der JKA.

An den Wänden des großen Dōjō standen mehrere Makiwara, schlicht und unscheinbar, vom jahrelangen Training unzähliger Karateka gezeichnet. Ihre Holzoberflächen waren eingedrückt und dunkel verfärbt – stumme Zeugen tausender Fauststöße und endloser Wiederholungen.

Ich ging langsam an ihnen vorbei und konnte den Blick kaum von ihnen lösen. Für mich waren sie keine Trainingsgeräte. Sie waren ein Stück lebendige Karate-Geschichte.

Bereits am frühen Morgen begann dort das Instructor-Training. Oft startete es gegen 6:30 Uhr. Kenshusei und Vollzeit-Instruktoren trainierten gemeinsam mit einer Intensität, die ich bis dahin noch nie erlebt hatte. Lange Kihon-Einheiten, kompromisslose Disziplin und absolute Konzentration bestimmten den Rhythmus. Niemand sprach unnötig. Jeder wusste, warum er dort war.

Was ich damals noch nicht vollständig verstand: Viele dieser Instruktoren trainierten morgens selbst gemeinsam. Bevor sie unterrichteten, waren sie Schüler ihres eigenen Weges. Auch Jahre und Jahrzehnte im schwarzen Gürtel änderten daran nichts.

Ich stand oft am Rand und beobachtete schweigend.

Allein das Zuschauen war eine Lektion.

Die Meisterschaften als Inspiration

Während meines Aufenthalts fanden außerdem die All Japan Karate Championships 1992 statt – ein monumentales Ereignis in einer riesigen, bis auf den letzten Platz gefüllten Halle. Die Atmosphäre war überwältigend. Tausende Zuschauer verfolgten gespannt die Wettkämpfe, über der Tatami hing die japanische Flagge, und die Präsenz der JKA-Meister verlieh der Veranstaltung eine beinahe feierliche Würde.

Unter den internationalen Teilnehmern sorgten auch deutsche Karateka für Aufmerksamkeit. Bernd Höhle erreichte mit seinem hervorragenden siebten Platz im Kumite der Männer Open eine bemerkenswerte Leistung gegen die starke japanische Konkurrenz. Auch Thomas Schaaf, Axel Dressel und Dirk Heene präsentierten sich kämpferisch und bewiesen, dass sich deutsches Karate auf internationaler Ebene nicht verstecken musste.

Für mich als jungen Karateka war es überwältigend, diese Kämpfer nicht mehr nur aus VHS-Kassetten oder Fachzeitschriften zu kennen, sondern sie wenige Meter vor mir auf der Tatami zu erleben.

Ich beobachtete jede Bewegung.

Jede Verbeugung.

Jeden Stand.

Jeden Kiai.

Jede noch so kleine Gewichtsverlagerung.

Zum ersten Mal begriff ich, welche Tiefe Karate erreichen konnte. Die Präzision, die Geschwindigkeit und die Selbstverständlichkeit der Bewegungen überstiegen alles, was ich bis dahin gesehen hatte.

Diese Tage motivierten mich stärker als jede Medaille es jemals hätte tun können. In mir entstand der Wunsch, meine bevorstehende Dan-Prüfung nicht einfach nur zu bestehen. Ich wollte mein absolutes Bestes geben – aus Respekt vor meinen Lehrern, vor meiner Familie und vor dem Weg, den ich bis hierher gegangen war.

Die eine Säule des Karate

Schon nach wenigen Tagen wurde mir bewusst, dass ich nicht nur ein fremdes Land betreten hatte.

Ich war in eine andere Denkweise eingetreten.

Damals glaubte ich noch, Karate bestehe aus den drei bekannten Säulen: Kihon, Kata und Kumite.

So hatte man es uns beigebracht.

So stand es in nahezu jedem Lehrbuch.

Doch je länger ich im Honbu trainierte und die japanischen Meister beobachtete, desto stärker begann dieses Bild zu bröckeln.

Ich sah Instruktoren, deren Kihon bereits wie Kumite aussah.

Ich sah Kumite, das unmittelbar aus der Kata geboren wurde.

Und ich sah Kata, in denen jede einzelne Bewegung bereits den Geist des freien Kampfes in sich trug.

Langsam begriff ich etwas, das mein gesamtes späteres Karate verändern sollte.

Es gibt keine drei Säulen.

Es gibt nur eine.

Kihon ist Kata.

Kata ist Kumite.

Kumite ist Kihon.

Alles entspringt derselben Quelle und fließt wieder in sie zurück.

Die Trennung existiert lediglich als methodische Hilfe für Anfänger. Sie schafft Ordnung und Struktur im Unterricht. Doch je weiter man den Weg des Budō beschreitet, desto mehr lösen sich diese künstlichen Grenzen auf.

Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr erkannte ich: Es gibt nicht drei Wege. Es gibt nur einen Weg. Wir Menschen teilen ihn in Kihon, Kata und Kumite auf, um ihn besser erklären zu können. Doch der Weg selbst kennt diese Trennung nicht.

Der Geist bleibt derselbe.

Der Körper bleibt derselbe.

Der Atem bleibt derselbe.

Heute weiß ich, dass genau diese Erkenntnis der eigentliche Beginn meines persönlichen Karate war.

Nicht die bestandene Dan-Prüfung.

Nicht der schwarze Gürtel.

Nicht die Anerkennung durch die Meister.

Sondern die tiefe Einsicht, dass alles miteinander verbunden ist.

Ich reiste 1992 nach Japan, um den 1. Dan abzulegen.

Doch in Wahrheit begann dort etwas viel Größeres.

Dort begann meine Suche nach der Identität des Karate-dō.

Und diese Suche dauert bis heute an.

Nach der bestandenen Prüfung

Nach der bestandenen Prüfung zum 1. Dan blieb ich noch mehrere Wochen in Japan. Insgesamt dauerte mein Aufenthalt rund vier Wochen – vier Wochen, die mein Leben für immer verändern sollten.

Ich war der glücklichste Mensch der Welt.

Zum ersten Mal trug ich den schwarzen Obi um meine Hüfte. Noch immer konnte ich kaum glauben, dass ich die Prüfung im Honbu Dōjō bestanden hatte. Immer wieder blickte ich auf den Gürtel, strich mit den Händen darüber und fragte mich, ob das alles wirklich geschehen war.

Ich hatte das Gefühl, auf dem Gipfel eines Berges angekommen zu sein. Erst viel später verstand ich, dass ich in Wahrheit erst den Eingang zum Gebirge erreicht hatte.

Doch schon nach wenigen Tagen lernte ich eine der wichtigsten Lektionen meines Lebens.

Der schwarze Gürtel veränderte im Dōjō nichts.

Niemand behandelte mich anders.

Niemand bewunderte mich.

Niemand sprach mich plötzlich mit besonderem Respekt an.

Am nächsten Morgen begann das Training wieder pünktlich.

Wie jeden Tag.

Wie für jeden anderen auch.

Da ich etwa fünfzig Kilometer außerhalb von Tokio bei meiner Gastfamilie wohnte, musste ich meine Tage sorgfältig planen. Morgens fuhr ich mit der Metro in die Hauptstadt, trainierte im Honbu Dōjō und machte mich anschließend rechtzeitig wieder auf den Rückweg. Abends war die Verbindung komplizierter, meine Ortskenntnisse waren begrenzt und meine Japanischkenntnisse noch bescheidener. Deshalb blieb es meist beim morgendlichen Training.

Rückblickend war genau das ein großes Geschenk.

Jeder Morgen begann mit derselben Zugfahrt.

Jeder Morgen begann mit derselben Vorfreude.

Und jeden Morgen durfte ich erneut beobachten, wie die japanischen Instruktoren trainierten.

Ich sah Masahiko Tanaka mit seiner kompromisslosen Präzision.

Ich sah Yoshiharu Osaka, Takenori Imura und viele andere Lehrer, deren Namen später in der Karatewelt legendär werden sollten.

Damals waren sie für mich keine Stars.

Sie waren Vorbilder.

Und vor allem waren sie Menschen, die jeden einzelnen Tag wieder von vorne begannen.

Je länger ich dort war, desto mehr verschwand die romantische Vorstellung vom geheimnisvollen Japan.

An ihre Stelle trat etwas viel Wertvolleres.

Die Erkenntnis, dass außergewöhnliches Karate nicht durch Geheimtechniken entsteht.

Sondern durch tägliche Wiederholung.

Durch Disziplin.

Durch Demut.

Durch unermüdliches Training.

Ich verstand langsam, warum die alten Meister immer wieder dieselben Grundtechniken übten.

Nicht weil ihnen nichts Neues einfiel.

Sondern weil sie in jeder Wiederholung etwas Neues entdeckten.

Zwischen Morgen-Kihon und japanischem Alltag

Doch mein Aufenthalt in Japan bestand nicht nur aus Kiai, Schweiß und endlosen Wiederholungen im Honbu Dōjō.

Die Nachmittage gehörten meiner Gastfamilie – und sie öffnete mir mit großer Herzlichkeit die Tür zu einem Japan, das ich aus keinem Karatebuch kannte.

Ich weiß heute nicht mehr mit Sicherheit, welche Orte wir damals genau besucht haben. Die vielen Eindrücke sind im Laufe der Jahrzehnte miteinander verschmolzen. Doch an die Gefühle erinnere ich mich bis heute.

Wir fuhren hinaus zu alten Tempelanlagen, spazierten durch weitläufige Parks und besuchten einen wunderschönen botanischen Garten. Rückblickend könnte es der Jindai Botanical Garden westlich von Tokio gewesen sein – einer der bekannten Gärten der Region. Für mich spielte der Name jedoch keine Rolle.

Ich war überwältigt.

Nach den harten Trainingseinheiten im Honbu wirkte diese Welt wie das genaue Gegenteil.

Der Duft von Weihrauch lag in der Luft.

Alte Holzbalken knarrten leise unter den Schritten der Besucher.

Der Wind bewegte sanft die Blätter uralter Bäume.

Kleine Glocken erklangen irgendwo zwischen den Tempeldächern.

Das Sonnenlicht fiel weich durch die Äste und malte helle Flecken auf die steinernen Wege.

Manchmal standen wir schweigend vor einem Schrein und beobachteten die Menschen beim Beten.

Niemand sprach laut.

Niemand drängelte.

Alles wirkte ruhig, respektvoll und selbstverständlich.

In diesen Momenten begann ich zu verstehen, dass Budō nicht erst auf der Tatami beginnt.

Es beginnt im täglichen Leben.

In der Art, wie Menschen miteinander umgehen.

In ihrer Höflichkeit.

In ihrer Geduld.

In ihrer Achtsamkeit.

Meine Gastfamilie nahm mich überall mit hin.

Mit einer Herzlichkeit, die mich tief berührte.

Abends saßen wir oft gemeinsam am Tisch. Obwohl wir uns sprachlich nur begrenzt verständigen konnten, verstanden wir uns. Ein Lächeln, eine Verbeugung oder eine kleine Geste ersetzten oft viele Worte.

Sie erklärten mir japanische Bräuche, zeigten mir ihre Kultur und korrigierten geduldig meine ersten Versuche, ihre Sprache zu sprechen.

Anfangs waren es nur einzelne Wörter.

„Ohayō gozaimasu.“

„Arigatō gozaimasu.“

„Sumimasen.“

Doch aus einzelnen Wörtern wurden langsam kleine Sätze.

Und aus kleinen Sätzen entstanden erste Gespräche.

Wenn ich einen Fehler machte, wurde nicht gelacht, sondern freundlich geholfen.

Jeder richtig ausgesprochene Satz wurde mit einem ehrlichen Lächeln belohnt.

So entstand ein ganz besonderer Rhythmus.

Morgens stand ich im Honbu Dōjō zwischen einigen der besten Karateka Japans und kämpfte mit mir selbst.

Nachmittags lernte ich die leise Seite des Landes kennen.

Zwischen Tempeln, Gärten, Teehäusern und den stillen Straßen der Vororte verstand ich langsam, dass Karate und die japanische Kultur nicht voneinander getrennt werden können.

Die Härte des Trainings und die Sanftheit des Alltags bildeten keinen Widerspruch.

Sie ergänzten sich.

Vielleicht war genau das die wichtigste Lektion dieser Reise.

Nicht nur der Faustschlag.

Nicht nur der Tritt.

Nicht nur die Kata.

Sondern die Harmonie zwischen Kraft und Ruhe.

Zwischen Disziplin und Mitgefühl.

Zwischen Kampf und Menschlichkeit.

Heute, wenn ich an diese Nachmittage zurückdenke, erinnere ich mich weniger an die Namen der Orte als an das Gefühl, das sie in mir hinterlassen haben.

Sie haben meinen Blick auf das Karate-dō verändert.

Und vielleicht sogar meinen Blick auf das Leben selbst.

Die Suche hatte gerade erst begonnen

Als ich schließlich nach Deutschland zurückkehrte, brachte ich weit mehr mit als einen schwarzen Gürtel.

Ich brachte eine neue Denkweise mit.

Ich brachte eine neue Einstellung zum Training mit.

Und tief in meinem Herzen trug ich den festen Entschluss, jeden Tag weiterzusuchen.

Nicht nach dem nächsten Dan.

Nicht nach dem nächsten Titel.

Sondern nach dem eigentlichen Wesen des Karate-dō.

Heute, viele Jahrzehnte später, weiß ich:

Der 1. Dan war niemals das Ziel.

Er war nur die Eintrittskarte zu einem Weg, der bis heute andauert.

Die Suche hatte gerade erst begonnen.

OSU

Renshi Mike Stein