CIRCLE OF MASTERS THE MASTERS WHO TEACH AND INSPIRE US

Der Meisterzirkel – Menschen, die uns lehren, begleiten und inspirieren

Karate-Dō lebt nicht von Titeln, Graduierungen oder Urkunden allein. Es lebt von Menschen, die ihr Wissen weitergeben, Erfahrungen teilen und andere auf ihrem Weg begleiten.

In unserem Meisterzirkel möchten wir Lehrer, Meister und Weggefährten aus verschiedenen Ländern, Stilrichtungen und Organisationen vorstellen, die uns durch ihr Wissen, ihre Erfahrung, ihre Persönlichkeit und ihren Einsatz für die Kampfkunst inspirieren.

Dabei geht es nicht darum, Meister miteinander zu vergleichen oder eine Rangliste zu schaffen. Jeder von ihnen geht seinen eigenen Weg und trägt auf seine Weise dazu bei, Karate-Dō zu bewahren, weiterzugeben und weiterzuentwickeln.Mit unseren Meisterporträts und Diplomen möchten wir diesen Menschen Respekt und Anerkennung entgegenbringen und gleichzeitig unseren Besuchern die Möglichkeit geben, mehr über sie und ihre Arbeit zu erfahren

🇩🇪 SHIHAN FRITZ OBLINGER – 9. DAN KARATE · 9. DAN KYUSHO-JITSU 🥋

Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!

Mit großer Freude begrüßen wir Shihan Fritz Oblinger aus Deutschland in unserem internationalen Circle of Masters – The Masters Who Teach and Inspire Us.

Fritz Oblinger, Jahrgang 1952, begann bereits 1968 mit dem Karate-Dō. Seit mehr als fünf Jahrzehnten widmet er sich insbesondere dem Shotokan-Karate und der Weitergabe traditioneller Kampfkunst.

Heute trägt er den 9. Dan Karate (Shotokan/SOK) sowie den 9. Dan Kyusho-Jitsu.

Auf seinem langen Karate-Weg trainierte er bei zahlreichen bedeutenden Lehrern, darunter Hirokazu Kanazawa, Taiji Kase, Hiroshi Shirai, Tetsuhiko Asai und Hideo Ochi. Diese unterschiedlichen Einflüsse flossen in seine eigene Entwicklung als Karateka und Lehrer ein.

🥋 Lehrer, Prüfer und Referent

Über viele Jahrzehnte engagierte sich Fritz Oblinger als Trainer, Referent und Prüfer. Zu seinen Tätigkeitsfeldern gehören Shotokan und stiloffenes Karate ebenso wie Kyusho-Jitsu.

Besonders kennzeichnend für seinen Weg ist die Verbindung des klassischen Karate-Dō mit ergänzenden Bereichen wie Kyusho-Jitsu, Kuatsu und Qigong. Dabei geht es nicht allein um einzelne Techniken, sondern um ein tieferes Verständnis des menschlichen Körpers und der traditionellen Prinzipien der Kampfkunst.

Als langjähriger Dan-Prüfer und Lehrgangsleiter hat er sein Wissen an zahlreiche Karateka und nachfolgende Generationen weitergegeben.

📚 Wissen bewahren und weitergeben

Auch als Autor mehrerer Fachbücher beschäftigt sich Fritz Oblinger mit Karate, Kyusho, Kuatsu und Qigong.

Gerade diese Bereitschaft, Erfahrungen nicht für sich zu behalten, sondern sie zu dokumentieren, zu erklären und mit anderen zu teilen, entspricht einem wesentlichen Gedanken unseres Meisterzirkels:

Wissen wird wertvoll, wenn es weitergegeben wird.
Erfahrung wird zum Vermächtnis, wenn die nächste Generation daraus lernen kann.

Wir würdigen Shihan Fritz Oblinger deshalb nicht allein für seine hohen Graduierungen. Wir würdigen einen langjährigen Lehrer und Weggefährten, der einen großen Teil seines Lebens dem Karate-Dō und der Vermittlung seines Wissens gewidmet hat.

Unterschiedliche Schulen, Lehrer und persönliche Wege gehören zur Geschichte des Karate. Unser Circle of Masters möchte diese Erfahrungen respektvoll zusammenführen – über Stilrichtungen, Organisationen, Generationen und Landesgrenzen hinweg.

Karate-Dō verbindet Generationen.
Karate-Dō verbindet Menschen.
Karate-Dō verbindet Kulturen.

One Dōjō. One Family. One Way. One World.

Herzlich willkommen, Shihan Fritz Oblinger!

OSU! 🥋🙏🙇🏻‍♂️

🇩🇪 KYOSHI LOTHAR J. RATSCHKE – 8. DAN 🥋

🇩🇪 KYOSHI LOTHAR J. RATSCHKE – 8. DAN 🥋

Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!

Mit großer Freude begrüßen wir Kyoshi Lothar J. Ratschke aus Deutschland in unserem internationalen Circle of Masters.

Lothar J. Ratschke gehört zu den erfahrenen Lehrern des traditionellen Karate-Dō in Deutschland. Sein Weg verbindet insbesondere Shotokan Karate, die Tradition von Taiji Kase, Kyusho-Jitsu und anwendungsorientiertes Budō.

Zu seinen Graduierungen und Qualifikationen gehören unter anderem:

  • 8. Dan Stilrichtungsoffenes Karate (SOK) – DKV
  • 6. Dan Shotokan-Ryu Kase Ha
  • 6. Dan Kyusho-Jitsu – DKI
  • 5. Dan Shotokan – DKV
  • 4. Dan Kyusho-Jitsu – DKV
  • 1. Dan Okinawan Kobudo
  • 1. Dan Kukishin-Ryu
  • 1. Dan Ju-Jutsu
  • 1. Dan Iaido
  • A-Trainer-Lizenz DKV
  • A-Prüferlizenzen für Shotokan, SOK und Kyusho-Jitsu

Hatamoto – Lothar J. Ratschke

Eine besondere Bedeutung hat für ihn die Weitergabe des Karate in der Tradition von Taiji Kase. Als Gründer der Okinawan-Kempo-Gruppe vermittelt er ein Karate, in dem traditionelle Technik, Kihon, Kata, Bunkai, Körpermechanik und praktische Anwendung miteinander verbunden werden.

Seit vielen Jahren ist er als Lehrer, Lehrgangsleiter und Prüfer aktiv. Seine Seminare führen weit über das bloße Erlernen äußerer Formen hinaus und beschäftigen sich intensiv mit den Prinzipien und Anwendungsmöglichkeiten des Karate-Dō.

Aktueller Lehrgang 2026 mit Lothar J. Ratschke

Für mich persönlich ist Lothar einer der wichtigen Meister, denen ich in Deutschland begegnet bin. Sein Wissen und seine Art, Karate zu vermitteln, haben meine eigene Sicht auf Kata, Bunkai und insbesondere auf die Philosophie und das Karate von Taiji Kase nachhaltig beeinflusst.

Gerade deshalb gehört er für mich in unseren Circle of Masters. Nicht allein aufgrund seiner hohen Graduierungen, sondern aufgrund seines Wissens, seiner jahrzehntelangen Erfahrung und seiner Bereitschaft, die Prinzipien des traditionellen Karate an kommende Generationen weiterzugeben.

Karate-Dō verbindet Generationen, Menschen und Kulturen.

One Dōjō. One Family. One Way. One World.

OSU! 🥋🙏🇩🇪

🇲🇾🇩🇪 HANSHI JAMAL MEASARA – 10. DAN KARATE-DŌ 🥋

Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!

Mit großer Freude begrüßen wir Hanshi Jamal Measara in unserem internationalen Circle of Masters – einen erfahrenen Lehrer des traditionellen Okinawa-Karate, dessen außergewöhnlicher Weg von Malaysia über Okinawa bis nach Deutschland und weit darüber hinaus führt.

Jamal Measara wurde am 29. Juli 1949 in Seremban, Negeri Sembilan, Malaysia, geboren. Bereits im Alter von etwa zehn Jahren begann seine Beschäftigung mit den Kampfkünsten. Seine ersten Erfahrungen sammelte er unter anderem im Silambam und weiteren süd- und südostasiatischen Kampfkünsten. Später folgten Boxen sowie verschiedene Karate-Stilrichtungen, darunter Shotokan und Shitō-Ryū. Schließlich fand er insbesondere im Shorin-Ryu Seibukan Karate seine Kampfkunstheimat. Budo Akademie Kelheim – Jamal Measara

Von besonderer Bedeutung für seinen Karate-Weg wurde seine Verbindung zu Zenpo Shimabukuro und damit zu den Wurzeln des Shorin-Ryu Seibukan auf Okinawa. Diese Verbindung prägt seine Arbeit bis heute.

Ein Leben zwischen Malaysia, Okinawa und Deutschland

Nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit den Kampfkünsten kam Jamal Measara 1980 nach Deutschland. 1982 heiratete er seine Frau Heidi, mit der er die Budo Akademie Kelheim aufbaute. Von dort aus entwickelte sich eine jahrzehntelange Lehrtätigkeit in Karate, Kobudō und Aikidō.

Seine Verbindung zu Okinawa blieb dabei lebendig. Über viele Jahre reiste er selbst immer wieder nach Okinawa und pflegte den persönlichen und technischen Austausch mit hochrangigen Lehrern des traditionellen Okinawa-Karate.

Auch für andere Karateka öffnete er diesen Weg und organisierte bzw. begleitete Reisen nach Okinawa, um Training und Begegnungen unmittelbar an den historischen Wurzeln der Kampfkunst zu ermöglichen.

2019 brachte er beispielsweise fünf hochrangige Meister aus Okinawa zu einem gemeinsamen Seminar nach Deutschland, darunter Zenpo Shimabukuro. Okinawa Karate Pfreimd – Berichte und Veranstaltungen

Graduierungen und Qualifikationen

Im Laufe seines langen Budō-Weges erreichte Jamal Measara außergewöhnlich hohe Graduierungen.

Besonders hervorzuheben ist der 10. Dan Karate, der ihm durch den Deutschen Karate Verband (DKV) verliehen wurde. Die entsprechende Verbandsmeldung bezeichnet ihn als den einzigen zu diesem Zeitpunkt aktiven Karateka in Deutschland mit dieser Graduierung. Shorin-Ryu Seibukan – 10. Dan für Jamal Measara

Darüber hinaus werden für ihn der 7. Dan Aikidō sowie sehr hohe Graduierungen im Kobudō geführt. Bei letzterem finden sich derzeit unterschiedliche Angaben zum 9. beziehungsweise 10. Dan. Deshalb dokumentieren wir diesen Grad erst dann endgültig, wenn Organisation und Verleihung des 10. Dan eindeutig zugeordnet werden können.

Diese Genauigkeit schmälert seine Leistung nicht – sie gehört für uns gerade bei hohen Graduierungen zu einer respektvollen historischen Dokumentation.

Lehrer, Funktionär und internationaler Budōka

Seine Bedeutung beschränkt sich nicht auf Graduierungen. Jamal Measara wird als Cheftrainer des Shorin-Ryu Seibukan für Deutschland, Europa und Südostasien geführt und war über viele Jahre auch innerhalb des organisierten deutschen Karate tätig.

Zu seinem Wirken gehören Aufgaben als Prüfer, Lehrgangsleiter und Kobudō-Beauftragter sowie internationale Lehrtätigkeiten. Seine Biografie dokumentiert darüber hinaus Ausbildungstätigkeiten unter anderem für SEK und LKA Sachsen sowie Polizeikräfte beziehungsweise Polizeiakademien in Dubai und Indien. Biografie und Funktionen von Jamal Measara

Auch als Autor hat er zur Weitergabe traditionellen Wissens beigetragen. Seine Biografie führt inzwischen sieben Bücher über traditionelles Karate auf.

Persönliche Begegnung

Für mich ist Jamal Measara jedoch nicht nur ein Name aus der deutschen Karate-Geschichte.

Ich kenne Jamal persönlich und durfte ihm auf meinem eigenen Karate-Weg begegnen. Er hat mich sogar eingeladen, ihn auf einer seiner Reisen nach Okinawa zu begleiten – an einen Ort, der für uns Karateka weit mehr bedeutet als nur ein Reiseziel.

Ich habe ihn außerdem im Austausch mit anderen bedeutenden deutschen Lehrern erlebt. Dazu gehören gemeinsame Lehrgänge mit Shihan Fritz Oblinger.

Gerade solche Begegnungen zeigen, dass Karate-Dō nicht nur durch Organisationen und Graduierungen weiterlebt. Es lebt durch Menschen, die reisen, trainieren, lehren, miteinander Wissen austauschen und Verbindungen zwischen Generationen und Ländern schaffen.

Jamal Measara gehört mit seinem jahrzehntelangen Weg zweifellos zu den prägenden Persönlichkeiten des traditionellen Okinawa-Karate in Deutschland.

Wir begrüßen und würdigen ihn deshalb in unserem Circle of Masters als erfahrenen Lehrer, Autor und internationalen Budōka, der einen großen Teil seines Lebens der Weitergabe traditioneller Kampfkunst gewidmet hat.

Von Malaysia nach Deutschland.
Von Deutschland nach Okinawa.
Von einer Generation zur nächsten.

Karate-Dō verbindet Generationen, Menschen und Kulturen.

One Dōjō. One Family. One Way. One World.

OSU! 🥋🙏🇲🇾🇩🇪

🇩🇪 SHIHAN BERNHARD KELLER – 8. DAN SHOTOKAN KARATE 🥋

Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!

Mit großer Freude begrüßen wir Shihan Bernhard Keller aus Deutschland in unserem internationalen Circle of Masters.

Bernhard Keller ist ein langjähriger Shotokan-Karateka, Lehrer und Prüfer, der sich über viele Jahre der Weitergabe und Entwicklung des Karate-Dō gewidmet hat. Er trägt den 8. Dan Shotokan Karate und ist insbesondere durch seine Arbeit im Raum Dorum / Cuxland / Bremerhaven bekannt.

Sein Karate-Weg ist eng mit der Budo Akademie Dorum verbunden. Darüber hinaus ist er international tätig und übernimmt Verantwortung innerhalb verschiedener Karate-Strukturen. Besonders hervorzuheben ist seine Verbindung zur IJKA. Historische Quellen dokumentieren ihn als IJKA Chairman und zeigen seine Verbindung zum Umfeld von Tetsuhiko Asai. Auch heute wird die IJKA-Germany-Struktur mit Bernhard Keller in Verbindung gebracht.

Ein weiterer Schwerpunkt seines Wirkens liegt in der WKMO Germany, in deren Umfeld er als Funktionär, Lehrer und Förderer von Wettkämpfern und Nachwuchs aktiv ist.

Als Bundesprüfer begleitet er zudem Karateka auf ihrem Weg zu höheren Graduierungen und gibt seine jahrzehntelange Erfahrung an kommende Generationen weiter.

Wir würdigen Shihan Bernhard Keller in unserem Circle of Masters als erfahrenen deutschen Karate-Lehrer, Prüfer und Weggefährten, der sich seit vielen Jahren für die Weitergabe des Shotokan Karate-Dō engagiert.

Karate-Dō verbindet Generationen, Menschen und Kulturen.

One Dōjō. One Family. One Way. One World.

OSU! 🥋🙏🇩🇪


🇩🇪 MASTER JOCHEN HARMS – 5. DAN SHOTOKAN 🥋

Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!

Mit Jochen Harms begrüßen wir einen erfahrenen Karateka, Autor und Kenner der deutschen Karate-Geschichte in unserem internationalen Circle of Masters – The Masters Who Teach and Inspire Us. Für mich persönlich ist Jochen darüber hinaus ein langjähriger Weggefährte, mit dem mich das Karate-Dō und die Beschäftigung mit seiner Geschichte verbinden.

Jochen praktiziert seit 1971 Shotokan-Karate. Sein Weg führte ihn auch nach Japan, wo er unter anderem im JKA Honbu Dōjō in Tokio sowie bei Norihiko Iida im Hōzōji Dōjō trainierte.

Bereits seit den frühen Jahren seines Karate-Weges setzte er sich intensiv mit der technischen Ausführung des Shotokan und insbesondere mit der Tradition der Japan Karate Association (JKA) auseinander. Dabei begegnete und trainierte er im Laufe der Jahrzehnte mit bedeutenden japanischen Lehrern wie Hiroshi Shirai, Keinosuke Enoeda, Hideo Ochi und Koichi Sugimura.

Heute trägt Jochen den 5. Dan Shotokan.

Doch gerade sein Beispiel zeigt sehr deutlich, warum wir einen Menschen in unserem Meisterzirkel nicht allein nach der Zahl auf seinem Gürtel beurteilen. Mehr als fünf Jahrzehnte Karate-Erfahrung, kontinuierliches Training, Forschung und die Bereitschaft, erworbenes Wissen weiterzugeben, lassen sich nicht mit einer einzelnen Graduierung beschreiben.

📚 Autor und Bewahrer der Karate-Geschichte

Eine besondere Bedeutung hat Jochens Arbeit als Autor, Sammler und Dokumentar der deutschen Karate-Geschichte.

Mit Werken wie „Mein persönliches Karate Lesebuch – Karate in der Technikausführung der Japan Karate Association (JKA)” und „Karate in Deutschland von 1957 bis 1977” trägt er dazu bei, technische Entwicklungen, historische Zusammenhänge, Dokumente und persönliche Erinnerungen für kommende Generationen zu bewahren.

Gerade in einer Zeit, in der viele Zeitzeugen der frühen europäischen Karate-Jahre nicht mehr unter uns sind, bekommt diese Arbeit einen besonderen Wert.

🥋 Ein persönlicher Weggefährte

Auch ich durfte mit Jochen trainieren, gemeinsam Training geben und zur Geschichte des deutschen Karate recherchieren.

Bis heute ist er für mich ein wichtiger Ansprechpartner, wenn historische Fragen auftauchen, alte Quellen gesucht oder Entwicklungen aus den frühen Jahrzehnten des deutschen Karate eingeordnet werden sollen.

Genau solche Menschen gehören für mich in unseren Circle of Masters.

Nicht aufgrund eines Titels.
Nicht aufgrund einer Urkunde.
Nicht aufgrund einer Zahl hinter dem Namen.

Sondern aufgrund ihres Weges, ihres Wissens und dessen, was sie an andere weitergeben.

Wir freuen uns deshalb besonders, Master Jochen Harms in unserem internationalen Meisterzirkel willkommen zu heißen.

Karate-Dō verbindet Generationen.
Karate-Dō verbindet Menschen.
Karate-Dō verbindet Kulturen.

One Dōjō. One Family. One Way. One World.

Herzlich willkommen, Jochen!

OSU! 🥋🙏

Für seine englische Urkunde würde ich die bewusst schlichte Fassung genauso beibehalten:

MASTER JOCHEN HARMS
5th DAN SHOTOKAN KARATE
JKA TRADITION · AUTHOR · KARATE HISTORIAN
GERMANY 🇩🇪

🇨🇦 KYOSHI ALLEN TANZADEH – 8th DAN 🥋

Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!

Mit großer Freude begrüßen wir Kyoshi Allen Tanzadeh in unserem internationalen Circle of Masters – The Masters Who Teach and Inspire Us.

Kyoshi Tanzadeh gehört zu den erfahrenen internationalen Vertretern des Shito-Ryu Karate-Dō / Shitokai. Sein Karate-Weg begann bereits 1972 im Alter von zwölf Jahren. 1977 erreichte er seinen Shodan. Es folgten Jahrzehnte intensiven Trainings, Lehrens, Forschens und der internationalen Arbeit für das Karate-Dō.

🥋 Graduierung & Shito-Ryu

Ein bedeutender Abschnitt seines Weges führte ihn nach Japan, wo er von 1990 bis 1993 seine Kenntnisse im Shito-Ryu vertiefte und unter hochrangigen japanischen Lehrern trainierte.

Im Jahr 2017 bestand Allen Tanzadeh die Prüfung zum Titel Kyoshi. Ein Jahr später, 2018, erhielt er den 8. Dan Shito-Ryu Karate-Dō sowohl innerhalb der All Japan Karate-Do Federation Shitokai als auch der World Shitoryu Karate-Do Federation.

Heute trägt er Verantwortung weit über das eigene Dōjō hinaus. In der World Shitoryu Karate-Do Federation (WSKF) gehört er der internationalen Führung an und wird für die Amtsperiode 2023–2026 als Vice Chairman geführt.

📚 Meister, Lehrer und Buchautor

Eine besondere Bedeutung hat für uns seine Arbeit als Autor und Dokumentar des Karate-Dō.

Mit seinem umfangreichen Werk „Dynamic Shitoryu Karate“ hat Allen Tanzadeh sein Wissen über die Geschichte, Grundlagen, Techniken und Kata des Shito-Ryu systematisch zusammengetragen. Das Werk wurde über mehrere Auflagen weiterentwickelt und enthält eine große Zahl an Fotografien und technischen Darstellungen, mit denen Bewegungen und Prinzipien des Karate nachvollziehbar vermittelt werden.

Darüber hinaus verfasste er das Werk „Karate Pioneers“ in persischer Sprache.

Damit beschränkt sich seine Arbeit nicht darauf, Wissen innerhalb eines Dōjō weiterzugeben. Durch seine Bücher wird dieses Wissen dokumentiert, bewahrt und für Karateka verschiedener Länder und kommender Generationen zugänglich gemacht.

🌏 Ein internationaler Karate-Weg

Seine persönliche Geschichte verbindet mehrere Welten: Seine frühen und prägenden Karate-Jahre liegen im Iran, sein Weg führte ihn zum intensiven Studium nach Japan, und heute ist sein Wirken eng mit Kanada und dem internationalen Shito-Ryu verbunden.

Auch deshalb passt Kyoshi Tanzadeh hervorragend zu unserem Meisterzirkel.

Denn unser Circle of Masters soll keine Sammlung von Dan-Graden sein. Wir möchten Menschen würdigen, die Karate durch Training, Wissen, Lehre, Forschung, Dokumentation und persönliche Hingabe lebendig halten.

Kyoshi Allen Tanzadeh verkörpert viele dieser Bereiche gleichzeitig: Karate-Meister, internationaler Lehrer und Funktionsträger, technischer Forscher und Buchautor.

Wir heißen Kyoshi Allen Tanzadeh herzlich in unserem internationalen Meisterzirkel willkommen und danken ihm für seinen jahrzehntelangen Einsatz und insbesondere für seine Arbeit, das Wissen des Shito-Ryu Karate-Dō zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben.

Karate-Dō verbindet Menschen.
Karate-Dō verbindet Generationen.
Karate-Dō verbindet Kulturen.

One Dōjō. One Family. One Way. One World.

Herzlich willkommen, Kyoshi Allen Tanzadeh!

OSU! 🥋🙏🇨🇦

🇮🇹 MASTER PIETRO CIMINO – 9. DAN SHOTOKAN KARATE 🥋

Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!

Mit großer Freude begrüßen wir Master Pietro Cimino aus Italien in unserem internationalen Circle of Masters – The Masters Who Teach and Inspire Us.

Pietro Cimino ist ein erfahrener Lehrer des Shotokan Karate-Dō und trägt den 9. Dan Shotokan Karate (GUMA/LIBERTAS). Innerhalb der Global Union of Martial Arts (GUMA) wird er als National Technical Director für Shotokan Karate geführt.

Über viele Jahre hat er sich der Vermittlung und Weiterentwicklung des Karate-Dō gewidmet. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer und technischer Verantwortlicher engagiert er sich für den internationalen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Karateka unterschiedlicher Schulen und Organisationen.

🥋 Erfahrung weitergeben

Gerade diese internationale Offenheit entspricht dem Gedanken unseres Meisterzirkels.

Wir möchten Meister nicht allein aufgrund ihrer Graduierungen, Titel oder Funktionen vorstellen. Entscheidend ist, was ein Lehrer über viele Jahre aufgebaut und an seine Schüler und Weggefährten weitergegeben hat.

Ein hoher Dan-Grad kann einen langen Weg dokumentieren – doch der eigentliche Wert eines Meisters zeigt sich darin, wie er sein Wissen nutzt, wie er Menschen begleitet und was durch seine Schüler weiterlebt.

Pietro Cimino steht für diese Verbindung von Erfahrung, technischer Arbeit, Unterricht und internationalem Austausch.

Unser Circle of Masters möchte unterschiedliche Karate-Traditionen nicht gegeneinanderstellen. Wir möchten voneinander lernen, Erfahrungen teilen und Menschen miteinander verbinden – unabhängig von Stilrichtung, Organisation oder Landesgrenze.

Wir freuen uns deshalb, Master Pietro Cimino – 9. Dan Shotokan Karate in unserem internationalen Meisterzirkel willkommen zu heißen.

Karate-Dō verbindet Generationen.
Karate-Dō verbindet Menschen.
Karate-Dō verbindet Kulturen.

One Dōjō. One Family. One Way. One World.

Herzlich willkommen, Master Pietro Cimino!

OSU! 🥋🙏🇮🇹

🇮🇹 MAESTRO MICHELE NICOSIA – 8. DAN SHOTOKAN KARATE 🥋

Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!

Mit großer Freude begrüßen wir Maestro Michele Nicosia aus Italien in unserem internationalen Circle of Masters – The Masters Who Teach and Inspire Us.

Michele Nicosia, Jahrgang 1958, begann bereits 1972 seinen Weg im Karate-Dō. Damit blickt er heute auf mehr als fünf Jahrzehnte Erfahrung im Shotokan Karate zurück.

Seine frühen Karate-Jahre waren eng mit der italienischen Shotokan-Tradition verbunden. Einen besonderen Einfluss auf seine Entwicklung hatte Hiroshi Shirai, einer der bedeutenden japanischen Wegbereiter des Shotokan Karate in Italien und Europa. Im Laufe seines Weges begegnete Nicosia darüber hinaus unterschiedlichen technischen Strömungen des traditionellen Shotokan und setzte sich auch mit der Arbeit von Taiji Kase auseinander.

Heute trägt Michele Nicosia den 8. Dan.

🥋 Mehr als fünf Jahrzehnte Karate-Dō

Über viele Jahre war und ist Michele Nicosia als Lehrer, technischer Experte und Funktionsträger tätig. Sein Weg führte ihn durch verschiedene wichtige Entwicklungsphasen des italienischen Karate und durch Organisationen wie FESIKA, FIKDA, FIKTEDA, FITAK und FIKTA.

Auch international engagierte er sich für das Karate-Dō. Unter anderem war er an der Entwicklung der World Union of Karate-Do Federations (WUKA) beteiligt und übernahm dort technische Verantwortung.

Dabei steht hinter all diesen Funktionen vor allem eines: jahrzehntelange praktische Erfahrung und die Weitergabe des Karate an andere Generationen.

🌍 Tradition bewahren – Erfahrungen weitergeben

Gerade Meister wie Michele Nicosia zeigen, wie sich die Geschichte des europäischen Karate über Generationen entwickelt hat.

Japanische Lehrer brachten ihr Wissen nach Europa. Europäische Karateka nahmen dieses Wissen auf, trainierten über Jahrzehnte, entwickelten eigene Erfahrungen und gaben diese wiederum an ihre Schüler weiter.

So bleibt Karate-Dō lebendig.

Unser Circle of Masters möchte deshalb nicht Titel, Verbände oder Graduierungen miteinander vergleichen. Wir möchten die Menschen würdigen, die durch Training, Unterricht, Erfahrung und kontinuierliche Weitergabe ihres Wissens dazu beitragen, dass der Weg fortgeführt wird.

Wir freuen uns, Maestro Michele Nicosia – 8. Dan Shotokan Karate als Lehrer und Weggefährten in unserem internationalen Meisterzirkel willkommen zu heißen.

Karate-Dō verbindet Generationen.
Karate-Dō verbindet Menschen.
Karate-Dō verbindet Kulturen.

One Dōjō. One Family. One Way. One World.

Herzlich willkommen, Maestro Michele Nicosia!

OSU! 🥋🙏🇮🇹

🇩🇪 MASTER KARL-HANS KÖNIG – 8. DAN 🥋
Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!
Wir freuen uns, Karl-Hans König aus Deutschland in unserem internationalen Circle of Masters begrüßen zu dürfen.
Karl-Hans König trägt den 8. Dan Fudokan Karate (WFF) sowie den 8. Dan Shotokan Karate (KKD). Darüber hinaus verfügt er über weitere hohe Graduierungen im Shotokan, Ikkaido und Kobudō.
Als langjähriger Karatelehrer, Präsident der Fudokan Karate Akademie Deutschland (FKAD) und Entwickler des gesundheitsorientierten Fudomotion-Konzepts verbindet er traditionelles Karate mit modernen Erkenntnissen aus Biomechanik, Gesundheit und Bewegung.
Wir würdigen ihn als erfahrenen Lehrer, Innovator und Weggefährten, der sein Wissen und seine Erfahrung an kommende Generationen weitergibt.
Karate-Dō verbindet Generationen, Menschen und Kulturen.
One Dōjō. One Family. One Way. One World.
OSU! 🥋🙏

🇷🇺 SENSEI NIKOLAI KOROVIN – 6. DAN 🥋

Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!

Mit großer Freude begrüßen wir Sensei Nikolai Korovin aus Russland in unserem internationalen Circle of Masters – einen außergewöhnlichen Karateka, Lehrer, Kampfkunstjournalisten, Fernsehmoderator und Dokumentarfilmer.

Nikolai Korovin beschäftigt sich seit 1975 intensiv mit den Kampfkünsten. Vor seinem Karate-Weg trainierte er bereits mehrere Jahre Sambo; später folgten Jiu-Jitsu, verschiedene Karate-Systeme und Kobudō. Einen besonderen Schwerpunkt seines Weges bildet das traditionelle Okinawa-Karate, mit dem er sich über viele Jahre auch unmittelbar in Japan und auf Okinawa auseinandersetzte. (boi-sport.ru)

🥋 Graduierungen & Kampfkunst

Für Nikolai Korovin sind mehrere Graduierungen und Qualifikationen dokumentiert:

  • 6. Dan Okinawa Shorinji-Ryu Karate
  • 4. Dan Okinawa Goju-Ryu
  • 2. Dan Kyokushinkai Karate
  • 2. Dan Jiu-Jitsu / Goshindo
  • Master of Sports – Karate
  • Master of Martial Arts of Russia

Der 6. Dan Karate wird auch in einer ausführlichen Biografie zu seiner Film- und Fernseharbeit genannt; eine weitere Quelle führt ihn ausdrücklich als 6. Dan Shorinji-Ryu und 4. Dan Goju-Ryu. (east-west-festival.ru)

Korovin verbindet dabei verschiedene Erfahrungen seines langen Kampfkunstweges mit einer besonderen Hinwendung zu den traditionellen Wurzeln des Okinawa-Karate. Seine Reisen nach Okinawa, das Training mit japanischen und okinawanischen Lehrern sowie die Beschäftigung mit Kata, Kobudō und traditioneller Trainingsmethodik wurden zu wichtigen Bestandteilen seines Karate-Verständnisses. (boi-sport.ru)

Auch sportlich war er erfolgreich. Verschiedene Quellen dokumentieren internationale Wettkampferfolge; unter anderem wird er als Gewinner des Japan Cups im Karate geführt. (aikido-kfa.ru)

📺 Kampfkunstjournalist & Fernsehmann

Was Nikolai Korovin innerhalb unseres Meisterzirkels besonders macht, ist die Verbindung von praktizierter Kampfkunst und professionellem Journalismus.

Er absolvierte 1987 die Fakultät für Journalismus der Lomonossow-Universität Moskau und arbeitete anschließend jahrzehntelang als Korrespondent, Reporter, Moderator, Redakteur und Regisseur für das russische Fernsehen. (east-west-festival.ru)

Im Jahr 2005 gehörte er zu den Personen, die am Aufbau des russischen Kampfkunst-Fernsehsenders „Boets“ beteiligt waren. Dort entwickelte und moderierte er mehrere bekannte Formate über Kampfkünste. (east-west-festival.ru)

Zu seinen Sendungen gehören unter anderem „Dan-Test“, „Rei-Club“, „Striking News / Ударные новости“ und „Black Belt / Чёрный пояс“. Eine biografische Dokumentation schreibt ihm mehr als 300 Fernsehsendungen über Kampfkünste und ihre Meister zu. (east-west-festival.ru)

Besonders wertvoll sind seine Aufnahmen und Berichte von Reisen nach Okinawa und Japan. In seinen Sendungen zeigte er Training, führte Interviews mit internationalen Meistern und dokumentierte unterschiedliche Traditionen und Schulen der Kampfkünste. Das Format „Dan-Test“ wurde gerade für diesen Blick auf Meister, Reisen, Training und die Philosophie des Budō bekannt. («Русская Теленеделя»)

Zu seinen dokumentarischen Arbeiten gehört außerdem ein Film über den bedeutenden Karate-Meister Mikio Yahara sowie Produktionen über Shaolin und eine japanische Karate-Reise. (east-west-festival.ru)

Damit hat Nikolai Korovin etwas geleistet, das weit über seine eigenen Graduierungen hinausgeht: Er hat Kampfkunst nicht nur trainiert und gelehrt – er hat ihre Menschen, Geschichten und Traditionen dokumentiert und einem großen Publikum zugänglich gemacht.

Wir würdigen Sensei Nikolai Korovin deshalb als erfahrenen Karateka und Lehrer, aber ebenso als Kampfkunstjournalisten, Fernsehmoderator und Dokumentarfilmer, der über Jahrzehnte dazu beigetragen hat, Wissen über Karate und Budō zu bewahren und weiterzugeben.

Karate-Dō verbindet Generationen, Menschen und Kulturen.

One Dōjō. One Family. One Way. One World.

OSU! 🥋🙏🇷🇺

🇷🇺 SENSEI EVGENY RYBIN – 5. DAN UECHI-RYU KARATE-DŌ 🥋

Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!

Mit großer Freude begrüßen wir Sensei Evgeny Rybin aus Russland in unserem internationalen Circle of Masters – The Masters Who Teach and Inspire Us.

Sensei Rybin steht für eine Richtung des Karate-Dō, die uns unmittelbar zu den Wurzeln der Kampfkunst nach Okinawa führt: Uechi-Ryu Karate-Dō. Sein langjähriger Weg verbindet traditionelles Training, intensive Körperarbeit, Kata und Kumite mit internationaler Erfahrung und einer engen Beschäftigung mit dem okinawanischen Karate.

🥋 Graduierung & Karate-Weg

Aktuell wird Evgeny Rybin mit dem 5. Dan Uechi-Ryu Karate-Dō geführt. Frühere Dokumentationen zeigen zugleich seinen kontinuierlichen Weg: vom 3. Dan über den 4. Dan und Jun-Shihan im Uechi-Ryu Karate-Dō Okikukai bis zum heutigen 5. Dan.

Darüber hinaus wird er als Master of Sports in Karate geführt.

Ein besonders wichtiger Teil seines Karate-Lebens ist seine Verbindung zu Okinawa. Rybin reiste wiederholt dorthin, trainierte im Umfeld hochrangiger Uechi-Ryu-Meister und sammelte sowohl im traditionellen Training als auch bei internationalen Veranstaltungen und Wettkämpfen umfangreiche Erfahrungen.

Mehrere Quellen dokumentieren bemerkenswerte Erfolge in Kata und Kumite auf Okinawa sowie einen internationalen Titel bei einer Weltmeisterschaft des Okinawa-Karate in Japan.

Doch für unseren Meisterzirkel sind nicht Pokale und Titel das Entscheidende.

⛩️ Traditionelles Okinawa-Karate

Viel wichtiger ist die Art, wie Sensei Rybin Karate versteht und weitergibt.

Sein Karate umfasst nicht nur das äußerlich sichtbare Ausführen von Techniken. Kata, Kumite, Bunkai, Makiwara, Körperkonditionierung und die Entwicklung des Menschen gehören für ihn zusammen.

Gerade diese Verbindung macht das traditionelle Uechi-Ryu so interessant. Der Körper wird nicht nur stärker – er lernt Struktur, Atmung, Spannung und Entspannung, Stabilität und die Fähigkeit, Kraft aufzunehmen und weiterzugeben.

Das sind Prinzipien, die über Stilgrenzen hinausreichen und auch viele Gedanken widerspiegeln, die wir in unserer Bärenschmiede verfolgen.

🌏 Karate verbindet

Heute gehört Sensei Evgeny Rybin zu den erfahrenen Vertretern des Uechi-Ryu und traditionellen Okinawa-Karate in Russland und gibt sein Wissen in Training, Lehrgängen und Budō-Veranstaltungen weiter.

Besonders schön ist für unseren Circle of Masters, dass damit verschiedene Wege des Okinawa-Karate zusammenkommen. Jeder Meister bringt seine eigene Geschichte, seine Lehrer, seine Stilrichtung und seine Erfahrungen mit – aber alle verbindet die Suche nach einem tieferen Verständnis der Kampfkunst.

Wir heißen Sensei Evgeny Rybin deshalb herzlich in unserem Meisterzirkel willkommen und danken ihm für seinen langjährigen Einsatz, sein Wissen und seine Arbeit für die Weitergabe des traditionellen Karate-Dō.

Nicht der Stilname trennt uns.

Der gemeinsame Weg verbindet uns.

Karate-Dō verbindet Menschen.
Karate-D
ō verbindet Generationen.
Karate-D
ō verbindet Kulturen.

One Dōjō. One Family. One Way. One World.

Herzlich willkommen, Sensei Evgeny Rybin!

OSU! 🥋🙏🇷🇺

🇨🇺 SENSEI OMAR RODRÍGUEZ NEGRO – KUBA 🥋


Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!
Wir freuen uns, Sensei Omar Rodríguez Negro aus Kuba in unserem internationalen Circle of Masters begrüßen zu dürfen.
Geboren 1958 in Manatí in der Provinz Las Tunas, begann er 1980 seinen Weg im Karate. Zunächst trainierte er Joshinmon Shorin-ryu unter Sensei Inocencio Kindelán und erreichte dort den 2. Dan. Ab dem Jahr 2000 widmete er sich dem Shotokan Karate unter Maestro Salvador Pérez und legte 2001 die Prüfung zum 3. Dan Shotokan ab. Biografie von Omar Rodríguez Negro bei EcuRed
Als ausgebildeter Sportlehrer (Licenciado en Educación Física) und langjähriger Karatelehrer verbindet er fundierte Ausbildung mit jahrzehntelanger praktischer Erfahrung und der Weitergabe der Kampfkunst an andere Generationen.
Sein Weg führte ihn auch nach Venezuela, wo er während einer internationalen Mission tätig war und weitere Erfahrungen im Austausch mit Vertretern des traditionellen Karate sammeln konnte.
Wir würdigen Omar Rodríguez Negro als erfahrenen kubanischen Budōka, Lehrer und Weggefährten, der seit Jahrzehnten Karate praktiziert und sein Wissen und seine Erfahrung an andere weitergibt.
Karate-Dō verbindet Generationen, Menschen und Kulturen.
One Dōjō. One Family. One Way. One World.
OSU! 🥋🙏🇨🇺
Für sein Diplom würde ich entsprechend nur die belastbare Karate-Linie hervorheben:
SENSEI OMAR RODRÍGUEZ NEGRO
3rd DAN SHOTOKAN KARATE
KARATE TEACHER · PHYSICAL EDUCATION PROFESSIONAL
CUBA 🇨🇺

🇫🇮🇩🇪 SENSEI RISTO KIISKILÄ – 6. DAN SHOTOKAN KARATE 🥋

Herzlich willkommen in unserem Meisterzirkel!

Mit Sensei Risto Kiiskilä begrüßen wir einen Karateka, dessen Weg seit mehr als fünf Jahrzehnten eng mit der Entwicklung des traditionellen Shotokan-Karate in Deutschland und Europa verbunden ist.

Risto Kiiskilä wurde 1947 in Lahti, Finnland, geboren und begann 1970 in Frankfurt am Main intensiv Karate zu trainieren. Bereits 1973 legte er bei Hideo Ochi Sensei die Prüfung zum 1. Dan ab und wurde in den deutschen Nationalkader aufgenommen.

Es folgten erfolgreiche Jahre als Wettkämpfer. Kiiskilä gehörte über viele Jahre der deutschen Nationalmannschaft an, wurde dreimal Deutscher Meister und erreichte mit der deutschen Mannschaft international große Erfolge. Trainingsaufenthalte führten ihn unter anderem nach Japan, an die Takushoku-Universität, sowie nach Südafrika.

Doch seine Bedeutung für das Karate reicht weit über seine Wettkampferfolge hinaus.

Als Trainer, ehemaliger Jugendbundestrainer, Instructor und langjähriger Lehrer gab er seine Erfahrung an nachfolgende Generationen weiter. Auch beim Aufbau und bei der Entwicklung des Shotokan-Karate in verschiedenen Regionen Deutschlands engagierte er sich über Jahrzehnte.

Heute trägt Risto Kiiskilä den 6. Dan Shotokan Karate und ist als DJKB Instructor weiterhin Teil jener Generation, die das deutsche Karate entscheidend geprägt hat.

Für unseren Circle of Masters ehren wir deshalb nicht nur den erfolgreichen Kämpfer, sondern vor allem den Lehrer und Wegbereiter, der sein Wissen über Jahrzehnte weitergegeben hat.

Risto Kiiskilä – ein Gigant des Karate.

Nicht allein wegen Titeln und Erfolgen, sondern wegen der Größe seines gesamten Karate-Weges.

Karate-Dō verbindet Generationen.
Karate-Dō verbindet Menschen.
Karate-Dō verbindet Kulturen.

One Dōjō. One Family. One Way. One World.

OSU! 🥋

Rin Dō Shinzen – Bärenschmiede Dōjō
CIRCLE OF MASTERS – The Masters Who Teach and Inspire Us

🇩🇪 SHIHAN TONI DIETL – 8. DAN KARATE 🥋

Vom Nationalkämpfer zum Bundestrainer – vom Wettkämpfer zum Lehrer

Herzlich willkommen in unserem Circle of Masters!

Mit Shihan Toni Dietl begrüßen wir einen Karateka, der über Jahrzehnte viele Seiten des Karate erlebt und mitgestaltet hat: als erfolgreicher Wettkämpfer auf internationaler Tatami, als Trainer der deutschen Nationalmannschaft, als Lehrer und Ausbilder sowie als Gründer eigener Ausbildungsstrukturen.

Sein Weg steht beispielhaft für das, was wir mit unserem Circle of Masters dokumentieren und bewahren möchten.

Denn nicht allein der Rang oder die Medaille entscheidet. Entscheidend ist auch, was ein Mensch aus seiner Erfahrung macht – und was er davon an die nächste Generation weitergibt.

🥋 Die ersten Jahre

Antonius „Toni“ Dietl wurde am 2. April 1961 in Würzburg geboren.

1975 begann er im Karate-Dōjō Radolfzell mit Karate. Bereits 1979 legte er seine erste Dan-Prüfung ab.

Aus dem jungen Karateka entwickelte sich in den folgenden Jahren einer der erfolgreichen deutschen Kumite-Athleten seiner Generation.

Zu seiner sportlichen Laufbahn gehören zahlreiche nationale und internationale Erfolge, darunter mehrere Deutsche Meisterschaften, sechs Europameistertitel, die Mannschafts-Vizeweltmeisterschaft 1983 sowie der Weltcupsieg 1987.

Für seine sportlichen Leistungen wurde Toni Dietl zudem mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

Eine Station seines Wettkampfweges ist für unsere historische Karate-Dokumentation besonders interessant.

🇪🇬 KAIRO 1988 – BRONZE FÜR DEUTSCHLAND

Bei den Karate-Weltmeisterschaften 1988 in Kairo gehörte Toni Dietl zu den deutschen Athleten, die im Kumite das Podium erreichten.

In der Gewichtsklasse bis 75 kg gewann er:

🥉 TONI DIETL – BRONZE – KUMITE -75 KG

Damit ist sein Name unmittelbar mit einem wichtigen Kapitel der deutschen Karate-Wettkampfgeschichte verbunden.

Doch eine Medaille erzählt immer nur einen Augenblick.

Hinter ihr stehen Jahre des Trainings, Siege und Niederlagen, Reisen, Nationalmannschaft, Lehrer, Trainingspartner und unzählige Stunden auf der Tatami.

Und genau dort beginnt für unseren Meisterzirkel der vielleicht noch interessantere Teil seines Weges.

🇩🇪 Vom Athleten zum Trainer

Bereits während und besonders nach seiner aktiven Wettkampfzeit verlagerte sich Dietls Arbeit zunehmend auf das Training und die Ausbildung anderer Karateka.

Er absolvierte seine Trainerausbildung an der Trainerakademie Köln und übernahm anschließend bedeutende Aufgaben im deutschen Karate.

1990 wurde er Landestrainer in Baden-Württemberg.

1993 übernahm er die deutsche Frauen-Nationalmannschaft.

Von 2001 bis 2007 war Toni Dietl schließlich leitender Bundestrainer des Deutschen Karate Verbandes (DKV).

Sein Weg führte damit von der eigenen Wettkampfleistung immer stärker zur Verantwortung für andere:

Zuerst kämpft man selbst.
Später bereitet man andere auf ihren Kampf vor.
Und irgendwann besteht die eigentliche Aufgabe darin, Wissen weiterzugeben.

Dietls Arbeit beschränkte sich dabei nicht auf den klassischen Leistungssport. Auch Nachwuchsarbeit, Trainerausbildung und neue Konzepte für die Vermittlung und Entwicklung des Karate wurden zu wichtigen Bestandteilen seines weiteren Weges.

🥋 2007 – VOM KARATE KOLLEGIUM ZUM KAMPFKUNST KOLLEGIUM

Ein weiterer wichtiger Schritt folgte 2007.

Shihan Toni Dietl gründete das Karate Kollegium.

Aus dieser Initiative entwickelte sich später das Kampfkunst Kollegium – mit einem Schwerpunkt auf Ausbildung, professioneller Schulentwicklung und der Weitergabe von Wissen an Kampfkunstlehrer und Schulleiter.

Damit wurde aus dem ehemaligen Nationalkämpfer und Bundestrainer zunehmend auch ein Ausbilder von Lehrern.

Denn ein Lehrer bewahrt sein Wissen nicht nur für sich.

Er gibt es weiter, damit andere darauf aufbauen und ihren eigenen Weg entwickeln können.

Wissen nicht festhalten.
Wissen weitergeben.

🌍 Verantwortung über die eigene Schule hinaus

Auch über die eigene Schule und das Kollegium hinaus übernahm Toni Dietl Verantwortung.

Heute trägt er den 8. Dan Karate und ist innerhalb der World Kickboxing and Karate Union (WKU) als President Karate tätig.

Für unsere Dokumentation führen wir ihn daher aktuell als:

SHIHAN TONI DIETL
8th DAN KARATE
FORMER GERMAN NATIONAL COACH
WKU PRESIDENT – KARATE
FOUNDER – KARATE KOLLEGIUM / KAMPFKUNST KOLLEGIUM
GERMANY 🇩🇪

Doch auch der 8. Dan ist für unseren Meisterzirkel nicht allein der entscheidende Punkt.

Ebenso wenig sind es nur Europameistertitel, Weltcup-Erfolge oder die Bronzemedaille von Kairo.

Wir betrachten den gesamten Weg:

Den jungen Karateka von 1975.

Den Nationalkämpfer.

Den erfolgreichen Kumite-Athleten.

Den Mann auf der Tatami von Kairo 1988.

Den Landestrainer.

Den Bundestrainer.

Den Gründer des Karate Kollegiums.

Den Weg zum Kampfkunst Kollegium.

Und schließlich den Lehrer und Ausbilder, der seine Erfahrungen an andere weitergibt.

🥋 CIRCLE OF MASTERS

Genau deshalb heißen wir Shihan Toni Dietl in unserem

CIRCLE OF MASTERS – THE MASTERS WHO TEACH AND INSPIRE US

herzlich willkommen.

Wir ehren in unserem Meisterzirkel Menschen nicht allein für Titel, Ränge, Pokale oder Urkunden.

Wir ehren den Weg dahinter.

Denn irgendwann verblasst eine Medaille.

Eine Ergebnisliste wird Geschichte.

Doch Wissen, Erfahrung und die Impulse eines Lehrers können durch seine Schüler und Weggefährten noch Generationen weiterleben.

Vom Kämpfer zum Trainer.
Vom Trainer zum Lehrer.
Vom eigenen Erfolg zur Verantwortung für andere.

Das ist ein Weg, der es verdient, dokumentiert und bewahrt zu werden.

Karate-Dō verbindet Generationen.
Karate-D
ō verbindet Menschen.
Karate-D
ō verbindet Geschichte.

One Dōjō. One Family. One Way. One World.

OSU! 🥋

Rin Dō Shinzen – Bärenschmiede Dōjō
CIRCLE OF MASTERS – The Masters Who Teach and Inspire Us

🥋 CIRCLE OF MASTERS

BERND HINSCHBERGER

GERMAN KARATE PIONEER

5th DAN • SENSEI • JKA REFEREE • FOUNDER • PRESIDENT • LEGACY

Bernd Hinschberger, 1947 in Saarbrücken geboren, gehört zu jener Generation deutscher Karateka, die den Aufbau des Karate in Deutschland nicht nur miterlebte, sondern selbst mitgestaltete. Ein DJKB-Porträt bezeichnet ihn entsprechend als Karateka der frühen Stunde. (DJKB)

DIE ANFÄNGE IM SAARLAND

Bereits 1967 gehörten Bernd Hinschberger und sein Bruder Horst zu den Gründungsmitgliedern des Karate Dojo Saarbrücken, das heute als ältester Karate-Verein des Saarlandes gilt. (Karate Dojo Saarbrücken)

Ende der 1960er-Jahre kam Hirokazu Kanazawa wiederholt nach Saarbrücken und unterrichtete dort. Auch Hiroshi Shirai war als Gasttrainer präsent und unterstützte die Entwicklung des Karate in Saarbrücken. (DJKB)

1969 bestand Bernd Hinschberger bei Hirokazu Kanazawa die Prüfung zum 1. Dan. (DJKB)

Das ist für seine Biografie ein wichtiger Punkt:

SHODAN – HIROKAZU KANAZAWA – 1969

Als Hideo Ochi 1970 nach Deutschland kam und Kanazawa als Bundestrainer ablöste, entstand ein enger Kontakt. Ochi verbrachte nach Darstellung des DJKB seine ersten Wochen in Saarbrücken und unterrichtete dort regelmäßig. Von diesem Zeitpunkt an wurde Ochi zum maßgeblichen Lehrer Bernd Hinschbergers. (DJKB)

VOM KARATEKA ZUM INTERNATIONALEN KAMPFRICHTER

Schon 1973 folgte ein weiterer bedeutender Schritt.

Bei den Europameisterschaften in Saarbrücken erhielt Hinschberger durch Masatoshi Nakayama und Keinosuke Enoeda eine internationale JKA-Kampfrichterlizenz. Der DJKB beschreibt ihn dabei als einen der ersten deutschen Karateka mit dieser Qualifikation. In den folgenden Jahrzehnten war er national und international als Kampfrichter tätig. (DJKB)

Das gibt unserem historischen Foto von 1979 noch mehr Bedeutung.

Auf der Tatami sehen wir nach deiner Archivzuordnung den jungen Efthimios Karamitsos mit Unsu. Rechts erkennst du Bernd Hinschberger als Kampfrichter.

Damit begegnen sich in einem Bild zwei unterschiedliche Wege deutscher Karategeschichte:

Der junge Spitzenathlet auf der Tatami – und der Karate-Pionier am Kampfrichtertisch.

DER 5. DAN

Für seine Graduierung sollten wir bewusst konservativ bleiben.

Den 1. Dan 1969 bei Kanazawa können wir direkt dokumentieren. Für 1973 findet sich zudem eine historische Darstellung, die Bernd und Horst Hinschberger damals bereits als 2. Dan bezeichnet. (Nauwieser Viertel)

Spätestens 2006 wird Bernd Hinschberger ausdrücklich als 5. Dan beschrieben. (Stimme)

Eine verlässliche Quelle für einen späteren 6., 7., 8. oder 9. Dan habe ich bislang nicht gefunden. Deshalb führen wir ihn im Circle sauber als:

BERND HINSCHBERGER – 5th DAN

Das gefällt mir sogar besonders, weil es etwas über unseren Circle aussagt:

Wir sammeln keine hohen Dan-Zahlen.
Wir würdigen Lebenswege.

DŌJŌ UND LEHRER

Hinschberger blieb nicht beim organisatorischen Aufbau der frühen Jahre. Er wurde selbst Lehrer und gründete Shotokan Homburg. Der Verein bezeichnet ihn bis heute ausdrücklich als seinen Gründer und stellt seine Karate-Tradition in die Linie Hideo Ochis. (Shotokan Homburg)

Damit wurde aus dem Schüler selbst ein Lehrer.

Und aus dem Aufbau einer ersten Generation entstand die nächste.

DEUTSCHER JKA-KARATE BUND

Als 1993 der Deutsche JKA-Karate Bund (DJKB) gegründet wurde, gehörte Hinschberger gemeinsam mit Hideo Ochi und Weggefährten aus der früheren DKB-Zeit zu den Gründern. Anschließend stand er dem Verband mehr als 17 Jahre als Vizepräsident und Präsident zur Verfügung. Im Januar 2010 legte er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. (DJKB)

Heute trägt er den Titel Ehrenpräsident des DJKB.

Und das ist keineswegs nur ein historischer Ehrentitel: Noch im Februar 2026 war Hinschberger beim großen DJKB-Kampfrichtertag in Bottrop aktiv und referierte über die ethischen Erwartungen an Kampfrichter. Der Verband dankte ausdrücklich für seine Erfahrung und Mitarbeit. (DJKB)

Das finde ich bemerkenswert:

1973 internationale Kampfrichterlizenz.
2026 Weitergabe dieser Erfahrung an die nächste Generation.

Mehr als ein halbes Jahrhundert liegt zwischen diesen beiden Punkten.


🔴 WARUM BERND HINSCHBERGER IN DEN CIRCLE OF MASTERS GEHÖRT

Nicht allein wegen des 5. Dan.

Nicht allein wegen seiner Präsidentschaft.

Und auch nicht wegen eines einzelnen historischen Fotos.

Sondern wegen des gesamten Weges:

1967 – Aufbau des Karate im Saarland
1969 – 1. Dan bei Hirokazu Kanazawa
1970 – Hideo Ochi wird sein prägender Lehrer
1973 – internationale JKA-Kampfrichterlizenz
Jahrzehnte – Lehrer und internationaler Kampfrichter
1993 – Mitgründer des DJKB
über 17 Jahre – Vizepräsident und Präsident
später – Ehrenpräsident
2026 – weiterhin Weitergabe seiner Erfahrung

(Karate Dojo Saarbrücken)

Und hier schließt sich der Kreis zu unserer gesamten Diskussion über Meisterschaft.

Der schwarze Gürtel war nicht das Ende seines Weges.

1969 bekam Hinschberger gewissermaßen seinen Werkzeugkasten.

Danach kamen Jahrzehnte des Arbeitens:

lernen, kämpfen, urteilen, unterrichten, organisieren, beobachten, Fehler machen, Erfahrungen sammeln und Wissen an die nächste Generation weitergeben.

Genau das verstehen wir in der Bärenschmiede unter einem Meister.

Der Grad zeigt eine Station.
Die Erfahrung zeigt den Weg.
Das Vermächtnis zeigt, was davon weiterlebt.

BERND HINSCHBERGER

PIONEER. TEACHER. REFEREE. BUILDER. LEGACY.

WE HONOR THE WAY – NOT PERFECTION.

RESPECT DOES NOT REQUIRE AGREEMENT.

THE MASTER TEACHES.
THE STUDENT CONTINUES.
THE WAY NEVER ENDS.

🥋🇩🇪🐻

KEEP THE KARATE SPIRIT ALIVE.

🥋 HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSEREM CIRCLE OF MASTERS

SHIHAN HANS WECKS – 9. DAN

Mit großer Freude und tiefem Respekt nehmen wir heute Shihan Hans Wecks, 9. Dan, in unseren Circle of Masters auf.

Unser Circle of Masters ist keine Rangliste und keine Hall of Fame. Wir ehren einen Meister nicht allein aufgrund seines Dan-Grades, seiner Titel, Pokale oder Urkunden.

Wir würdigen den Weg.

Die Jahrzehnte des Trainings.
Die Erfahrungen.
Die Entwicklung.
Die Menschen, die ein Lehrer begleitet und geprägt hat.
Und das Wissen, das er bewahrt, weiterentwickelt und an die nächsten Generationen weitergibt.

Bei Hans Wecks sprechen wir von einem Karate-Weg, der im April 1968 begann und nach fast sechs Jahrzehnten noch immer weitergeht.

Geboren am 14. April 1944 in Oberhausen, begann Hans Wecks im April 1968 beim Post-Sport-Verein Oberhausen mit Karate. Bereits als 8. Kyu nahm er an Landesmeisterschaften teil. Ab 1969 trainierte er beim Polizei-Sport-Verein Oberhausen.

Seine aktive Wettkampfzeit erstreckte sich hauptsächlich von 1970 bis 1977. Er gehörte verschiedenen Landes- und Bundeskadern an und stellte sich sowohl im Kata als auch im Kumite dem sportlichen Vergleich.

Auch internationale Erfolge gehören zu seinem Weg. Der Deutsche Karate Verband dokumentiert unter anderem einen 3. Platz mit dem DKU-Team bei einer Europameisterschaft in Barcelona sowie einen 5. Platz im Kata-Einzel bei einer Weltmeisterschaft in Stockholm.

Doch die Wettkampfzeit erzählt nur einen Teil seiner Geschichte.

🥋 VOM WETTKÄMPFER ZUM LEHRER

Bereits 1972 wurde Hans Wecks Übungsleiter, seit 1978 ist er Karate-A-Trainer.

Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wirkte er als Landestrainer, DKU-Bundestrainer und international als Trainer.

Eine besondere Verbindung entstand zu Dänemark 🇩🇰. Seine Vita dokumentiert langjährige Trainingstätigkeiten mit dänischen Karateka und seine Funktion als Jugend- und Junioren-Nationaltrainer der DAI Dänemark.

Damit führte ihn sein Karate-Weg weit über Oberhausen und Deutschland hinaus.

🇩🇪 GERMANY → DENMARK 🇩🇰

Doch die Bedeutung eines Trainers zeigt sich nicht allein in seinen eigenen Medaillen.

Unter seiner Trainingsleitung entstanden zahlreiche erfolgreiche Karateka. Seine Vita dokumentiert 36 Deutsche Meister sowie über die Jahrzehnte mehr als 240 Landestitel seiner Schüler.

Und genau hier verändert sich der Maßstab:

Nicht nur: Was hat ein Meister selbst gewonnen?

Sondern:

Was hat er anderen Menschen ermöglicht?

Der Schüler gewinnt den Pokal – aber ein Teil des Wissens seines Lehrers steht mit ihm auf der Tatami.

👩🥋 FRAUEN UND KINDER IM KARATE

Auch Frauen- und Kindertraining wurden früh Bestandteil seiner Arbeit.

Seine Chronik führt Hans Wecks 1973 als einen der frühen Trainer, die Frauen gezielt an das Kumite heranführten.

Ab 1977 bezog er Kinder ab acht Jahren systematisch in das Karatetraining ein.

Hier erkennen wir bereits einen Gedanken, der später seinen weiteren Weg prägen sollte:

Tradition bewahren – ohne Entwicklung zu verhindern.

🏯 EIN DŌJŌ WÄCHST

Hans Wecks gab nicht nur Training.

Er schuf Strukturen, in denen Karate weiterleben konnte.

1972 gründete er eine Karate-Abteilung bei der DJK Oberhausen. 1974 folgte das Karate Leistungs-Dojo Oberhausen.

1976 gründete Hans Wecks das Budo-Sport-Center Oberhausen, das 1977 in das Vereinsregister eingetragen wurde.

Was mit ungefähr 75 m² Trainingsfläche und 20 Mitgliedern begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem großen Budō-Zentrum.

Für 1997 dokumentiert seine Chronik schließlich:

1.800 m² Trainings- und Vereinszentrum – 395 Mitglieder.

Er bildete also nicht nur Karateka aus.

Er schuf einen Ort, an dem Karate weitergegeben werden konnte.

🔥 1999 – KOSHINKAN

1999 folgte einer der bedeutendsten Schritte seines Karate-Weges:

Hans Wecks entwickelte und gründete Koshinkan Karate.

Seit 2000 ist Koshinkan als Stilrichtung innerhalb des Deutschen Karate Verbandes anerkannt.

Gerade dieser Teil seines Lebenswerkes ist einer der Gründe, warum Hans Wecks hervorragend in unseren Circle of Masters passt.

Denn hier begegnen sich zwei Dinge, die manchmal fälschlicherweise als Gegensätze betrachtet werden:

TRADITION UND ENTWICKLUNG.

Tradition muss nicht bedeuten, dass wir an einem bestimmten historischen Punkt stehen bleiben.

Tradition kann die Grundlage sein, auf der wir weiter lernen, forschen und entwickeln.

Oder wie wir es in unserer Bärenschmiede ausdrücken:

Die Wurzeln geben dem Baum Halt.
Aber die Äste müssen weiterwachsen.

🥋 DER PRÜFER UND MENTOR

Auch als Prüfer hat Hans Wecks über Jahrzehnte Wissen weitergegeben.

Der DKV dokumentierte bereits 2024, dass er zu diesem Zeitpunkt weit mehr als 100 Dan-Prüfungen abgenommen hatte.

Und selbst 2026 finden wir Hans Wecks weiterhin auf der Tatami und in Prüfungskommissionen.

Ein Mann, der 1968 mit Karate begann, gibt mit über 80 Jahren seine Erfahrung noch immer an andere weiter.

Sein Karate ist deshalb nicht einfach Vergangenheit.

Sein Karate lebt.

🎖️ DER 9. DAN

Im Jahr 2015 folgte eine besondere Anerkennung seines jahrzehntelangen Wirkens.

Die Bundesversammlung des Deutschen Karate Verbandes beschloss die Verleihung des 9. Dan an Hans Wecks.

Am 12. Dezember 2015 wurde ihm diese hohe Graduierung überreicht.

Weitere Ehrungen folgten, darunter die Goldene Ehrennadel des DKV, die Platin-Ehrennadel des DKV, eine Würdigung seines Karate-Lebenswerkes und schließlich anlässlich seines 80. Geburtstages 2024 der Ehren-Orden des Deutschen Karate Verbandes.

Doch auch der 9. Dan bedeutete nicht:

Der Weg ist beendet.

📚 WISSEN BEWAHREN UND WEITERGEBEN

Zu seinem Weg gehört ebenfalls die schriftliche Weitergabe von Wissen.

Seine Vita dokumentiert Arbeiten über Selbstverteidigung und Kinderkarate. Für 2026 finden wir außerdem Arbeiten rund um sein Lebenswerk und 50 Jahre Budo-Sport-Center Oberhausen – 1976–2026.

Damit schließt sich ein Kreis:

TRAINIEREN → ERFAHREN → FORSCHEN → ENTWICKELN → LEHREN → BEWAHREN → WEITERGEBEN

Und genau deshalb nehmen wir Shihan Hans Wecks heute in unseren Circle of Masters auf.

Nicht allein wegen seines 9. Dan.

Nicht allein wegen seiner Wettkampfzeit.

Nicht allein wegen der Erfolge seiner Schüler.

Und nicht allein, weil er mit Koshinkan eine eigene Stilrichtung auf den Weg gebracht hat.

Wir würdigen die Gesamtheit eines Karate-Lebens.


🥋 SHIHAN HANS WECKS

14 APRIL 1944 · OBERHAUSEN, GERMANY 🇩🇪

9th DAN KARATE

KARATE SINCE 1968

COMPETITOR · TEACHER · COACH · EXAMINER · PIONEER

DKU NATIONAL COACH

NATIONAL YOUTH & JUNIOR COACH – DAI DENMARK 🇩🇰

FOUNDER – BUDO-SPORT-CENTER OBERHAUSEN

FOUNDER – KOSHINKAN KARATE

100+ DAN EXAMINATIONS

36 GERMAN CHAMPIONS TRAINED

DKV HONORARY ORDER 2024

MORE THAN FIVE DECADES OF KARATE

COMPETITOR → TEACHER → COACH → FOUNDER → MENTOR → LEGACY


Fast sechs Jahrzehnte Karate.

Vom Wettkämpfer zum Trainer.
Vom Trainer zum Lehrer.
Vom Lehrer zum Gründer.
Vom Gründer zum Mentor.
Und vom eigenen Training zur Verantwortung, Wissen für die nächste Generation zu bewahren.

Der Grad zeigt eine Station.
Die Erfahrung zeigt den Weg.
Das Vermächtnis zeigt, was weiterlebt.

WELCOME TO OUR CIRCLE OF MASTERS, SHIHAN HANS WECKS. 🥋🇩🇪🇩🇰

WE HONOR THE WAY – NOT PERFECTION.

Different Masters. Different Styles. Different Paths. One Spirit.

TRADITION · DEVELOPMENT · KNOWLEDGE · LEGACY

KEEP THE KARATE SPIRIT ALIVE.

THE WAY NEVER ENDS.

Bärenstarkes OSU! 🐻🔥🥋

Renshi Mike Stein, 6. Dan
INTERNATIONAL RIN D
Ō SHINZEN BUDŌ ASSOCIATION – IRDSBA
Rin D
ō Shinzen – Bärenschmiede Dōjō

🥋 HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSEREM CIRCLE OF MASTERS

SENSEI AHMET SÖNMEZ – 6. DAN JKA/DJKB

VOM WASSER AUF DIE TATAMI

Ein Leben als Sportler, Nationaltrainer, Karateka, Lehrer und Mentor

Es gibt Lebenswege, die sich nicht mit einem Dan-Grad, einer Meisterschaft oder einer Urkunde erzählen lassen.

Man muss weiter zurückgehen.

Bei Sensei Ahmet Sönmez führt dieser Weg mehr als sieben Jahrzehnte zurück – in die Türkei, ins Wasser eines Schwimmbeckens, über den internationalen Leistungssport nach Deutschland und schließlich auf die Tatami.

Heute heißen wir Sensei Ahmet Sönmez, 6. Dan JKA/DJKB, mit großer Freude und tiefem Respekt in unserem Circle of Masters willkommen.

Wir ehren damit nicht nur einen Karateka.

Wir würdigen einen Lebensweg.

Einen Sportler, der bereits Erfolge feierte, bevor er überhaupt seinen ersten Karate-Gürtel band.

Einen Nationaltrainer, der anschließend in einer völlig neuen Disziplin wieder zum Schüler wurde.

Einen Schüler Hideo Ochis, der selbst zum Lehrer wurde.

Und einen Mann, der auch nach mehr als fünf Jahrzehnten Karate noch immer Wissen weitergibt.

Das ist die Geschichte von Ahmet Sönmez.


🇹🇷 ŞANLIURFA – WO DER WEG BEGINNT

Ahmet Sönmez wurde 1949 in Şanlıurfa in der Türkei geboren. Auf seinem eigenen öffentlichen Profil gibt er den 27. Februar 1949 als Geburtstag an.

Doch bevor Karate Teil seines Lebens wurde, gab es eine andere große Leidenschaft:

das Schwimmen.

Nach seiner veröffentlichten Trainerbiografie war Ahmet bereits als Kind erfolgreicher Schwimmer. Dort wird berichtet, dass er schon im Alter von sechs Jahren über 50 Meter Delphin einen ersten Platz bei einer türkischen Meisterschaft erreichte.

Aus dem schwimmenden Jungen wurde ein Leistungssportler.

Und aus dem Leistungssportler schließlich ein Trainer.

Seine veröffentlichte Vita nennt eine bemerkenswerte Bilanz: 18 Jahre türkischer Rekordhalter über 100 und 200 Meter Delphin, ab 1969 Diplom-Schwimmtrainer und schließlich Nationaltrainer.

Das bedeutet:

Lange bevor Ahmet Sönmez Karate unterrichtete, wusste er bereits, was es bedeutet, den eigenen Körper zu trainieren.

Technik zu wiederholen.

Grenzen kennenzulernen.

Leistung aufzubauen.

Andere Menschen zu führen.

Und Verantwortung als Trainer zu übernehmen.


🏊 1972 – DIE OLYMPISCHEN SPIELE IN MÜNCHEN

Eine außergewöhnliche Station seiner veröffentlichten Biografie führt unmittelbar nach Deutschland.

Nach seiner eigenen Vita war Ahmet Sönmez 1972 türkischer Nationaltrainer der Schwimmer bei den Olympischen Spielen in München.

Für einen jungen Trainer aus der Türkei war das eine besondere internationale Bühne.

Doch rückblickend bekommt diese Station noch eine zweite Bedeutung.

Denn Deutschland sollte nicht nur eine Station seines sportlichen Lebens bleiben.

Deutschland wurde Teil seines Lebens.

Bereits Ende 1971 war Sönmez nach Deutschland gekommen. Später nahm er die deutsche Staatsangehörigkeit an.

Aus einer türkischen Geschichte wurde damit auch eine deutsche Geschichte.

🇹🇷 TURKEY → GERMANY 🇩🇪

Zwei Länder.

Zwei Kulturen.

Und später eine Kampfkunst, die ihre wesentlichen Wurzeln in Japan und Okinawa trägt.


🥋 1973 – WIEDER ANFÄNGER

Vielleicht liegt gerade hier eine der schönsten Lektionen seiner Biografie.

Ahmet Sönmez hatte bereits Leistungssport betrieben.

Er hatte bereits Rekorde erlebt.

Er war bereits Trainer.

Er hatte bereits Verantwortung auf internationaler Ebene getragen.

Und dann kam 1973.

Ahmet Sönmez begann Karate.

Plötzlich war der Trainer wieder Schüler.

Der erfahrene Sportler musste neue Bewegungen lernen.

Neue Stände.

Neue Techniken.

Eine neue Terminologie.

Eine andere Art der Körperarbeit.

Eine andere Kultur.

Und genau darin steckt etwas, das wir im Budō immer wieder erfahren:

Egal, was wir bereits erreicht haben – vor einem neuen Weg stehen wir wieder als Schüler.


🇯🇵 HIDEO OCHI – DER LEHRER AUF SEINEM KARATE-WEG

Wer die Geschichte des deutschen Shotokan-Karate der vergangenen Jahrzehnte betrachtet, begegnet unweigerlich einem Namen:

Hideo Ochi.

Und dieser Name gehört auch wesentlich zur Karate-Biografie von Ahmet Sönmez.

Sönmez hebt in seiner eigenen veröffentlichten Vita ausdrücklich hervor, dass er alle seine Dan-Prüfungen bei Hideo Ochi abgelegt hat.

Heute trägt Ahmet Sönmez den 6. Dan JKA/DJKB.

Doch wichtiger als die Zahl auf dem Gürtel ist für unsere Betrachtung die dahinterstehende Verbindung.

Denn Ochi begegnet uns nicht nur einmal in seiner Geschichte.

Noch Jahrzehnte später finden wir diese Verbindung bei Lehrgängen und in der Arbeit seines Dōjō wieder.

Am 29. November 2014 fand beispielsweise der offizielle DJKB-Lehrgang „Shihan Ochi in Saarbrücken“ statt. Shotokan Karate Mandelbachtal war Ausrichter, Ahmet Sönmez Ansprechpartner; im Anschluss fanden auch Kyu- und Dan-Prüfungen statt.

Und noch 2024 nahmen Karateka seines Vereins an einem Lehrgang mit Hideo Ochi und Thomas Schulze teil und stellten sich dort Dan-Prüfungen.

Das ist für uns mehr als eine organisatorische Randnotiz.

Es zeigt eine Linie:

HIDEO OCHI 🇯🇵

AHMET SÖNMEZ 🇹🇷🇩🇪

SEINE SCHÜLER

DIE NÄCHSTE GENERATION

Wissen wurde empfangen.

Wissen wurde entwickelt.

Wissen wurde weitergegeben.


🥋 KATA UND KUMITE – ZWEI SEITEN SEINES KARATE

Ahmet Sönmez blieb dabei nicht auf einen einzelnen Bereich des Karate beschränkt.

Seine Lehrgangsarbeit zeigt Kata und Kumite.

In Archiven finden wir ihn als Leiter von Kumite-Lehrgängen ebenso wie als Lehrer für Kata.

Ein Bericht aus dem Jahr 2025 ist besonders interessant. Dort wird beschrieben, wie Sönmez beim Kata-Training Wert auf Körperhaltung, Spannungsverläufe und Anwendungen legte und dabei Erfahrungen vermittelte, die mit seinem Lernen bei Hideo Ochi verbunden werden.

Hier begegnen sich Wettkampferfahrung und jahrzehntelanges technisches Studium.

Nicht nur:

Wie sieht eine Technik aus?

Sondern:

Wie arbeitet der Körper?

Wie entsteht Spannung?

Wie wird eine Bewegung übertragen?

Und was bedeutet eine Technik in ihrer Anwendung?

Für unsere eigene Betrachtung des Karate ist genau das interessant:

KATA · KUMITE · STRUCTURE · APPLICATION · EXPERIENCE

Denn mit zunehmender Erfahrung verändert sich der Blick auf dieselbe Bewegung.


🏯 1980 – AUS DEM SCHÜLER WIRD EIN DŌJŌLEITER

Nach seiner veröffentlichten Vita leitet Ahmet Sönmez seit 1980 eigene Karate-Vereine.

Das bedeutet inzwischen mehr als vier Jahrzehnte Verantwortung für andere Karateka.

Sein Name ist heute besonders mit Shotokan Karate Mandelbachtal verbunden.

Ein Dōjō zu leiten bedeutet jedoch wesentlich mehr, als einige Stunden pro Woche Training zu geben.

Generationen kommen.

Kinder werden Jugendliche.

Anfänger werden Dan-Träger.

Schüler werden Trainer.

Manche bleiben.

Andere gehen ihren eigenen Weg.

Und irgendwann erkennt man die Arbeit eines Lehrers nicht mehr nur an seinem eigenen Karate.

Man erkennt sie am Karate seiner Schüler.

Ein heutiger Dōjōleiter und Kampfkunsttrainer beschreibt beispielsweise selbst, dass seine Karate-Wurzeln in acht Jahren Training bei Shihan Ahmet Sönmez als Jugendlicher und junger Erwachsener liegen.

Genau solche Spuren interessieren uns im Circle of Masters.

Denn ein Meister hinterlässt sein Vermächtnis nicht nur in Urkunden.

Er hinterlässt es in Menschen.


🌍 TRAINER · KAMPFRICHTER · VERANTWORTUNG

Auch außerhalb des eigenen Dōjō übernahm Ahmet Sönmez Verantwortung.

Seine Vita führt ihn als internationalen Kampfrichter und nennt außerdem eine Funktion als Cheftrainer der europäischen türkischen Nationalmannschaft.

Seine Tätigkeit im Kampfrichterwesen lässt sich auch in jüngerer Zeit nachvollziehen. Bei einer Deutschen Meisterschaft des Deutschen Budo Kollegiums wurde er beispielsweise ausdrücklich als Oberkampfrichter genannt.

Damit hat Ahmet Sönmez Karate aus nahezu allen Perspektiven erlebt:

als Schüler.

als Wettkämpfer.

als Trainer.

als Dōjōleiter.

als Lehrgangsleiter.

als Kampfrichter.

als Mentor.

Das verändert den Blick auf eine Kampfkunst.

Wer nur kämpft, sieht Karate aus einer Perspektive.

Wer jahrzehntelang zusätzlich unterrichtet, prüft, beobachtet, korrigiert und Verantwortung für andere übernimmt, sieht immer weitere Ebenen.


🏯 EIN LEHRER, DER WEITER AUF DER TATAMI STEHT

Besonders beeindruckend ist für uns nicht nur, was Ahmet Sönmez früher getan hat.

Sondern:

Er macht weiter.

2014 wurde er vom DJKB beim ersten Saarbrücker Osterlehrgang als Sensei Ahmet Sönmez, 6. Dan, Initiator und Ausrichter genannt.

2021 unterrichtete er bei einem JKA-Lehrgang gemeinsam mit dem japanischen Karateka Keigo Shimizu.

2022 finden wir erneut einen ausgeschriebenen JKA-Lehrgang mit Ahmet Sönmez, 6. Dan JKA/DJKB.

2025 steht er weiterhin auf Lehrgängen.

Gemeinsam mit hochgraduierten Lehrern vermittelt er Karate und arbeitet mit Karateka unterschiedlicher Generationen.

Im selben Jahr finden wir ihn beispielsweise beim Training der Kata Jitte.

Und selbst im November 2025 begegnet uns sein Name noch bei der Nachwuchsarbeit rund um einen Bonsai-Cup für junge Karateka.

Ein Mann des Jahrgangs 1949.

Und noch immer:

AUF DER TATAMI.

Das verdient Respekt.

Nicht weil Alter allein einen Meister macht.

Sondern weil jahrzehntelange Erfahrung nur dann lebendig bleibt, wenn ein Mensch bereit ist, sie weiterhin zu teilen.


🏊 DER KREIS SCHLIESST SICH

Und dann gibt es einen Teil seiner Geschichte, den ich besonders schön finde.

Ahmet Sönmez verließ das Wasser nie vollständig.

Karate wurde ein großer Teil seines Lebens – aber das Schwimmen blieb.

Seine Vita dokumentiert, dass er seit 2016 wieder Anfängerschwimmkurse für Kinder gibt.

Damit begegnen sich Anfang und Gegenwart seines Lebens.

Der Junge aus Şanlıurfa, der selbst im Wasser begann, steht Jahrzehnte später wieder am Beckenrand und hilft Kindern bei ihren ersten eigenen Bewegungen im Wasser.

Vom Schüler zum Sportler.

Vom Sportler zum Trainer.

Vom Trainer wieder zum Schüler im Karate.

Vom Karate-Schüler zum Meister und Lehrer.

Und schließlich weiterhin Lehrer – im Dōjō und im Wasser.

Das ist mehr als eine Sammlung sportlicher Stationen.

Das ist Weitergabe.


🥋 53 JAHRE KARATE – UND DER WEG GEHT WEITER

1973 → 2026

53 JAHRE KARATE.

Doch eigentlich erzählen selbst diese 53 Jahre nur einen Teil seiner Geschichte.

Denn Ahmet Sönmez war bereits Sportler und Trainer, bevor Karate Teil seines Lebens wurde.

Sein Weg verbindet heute:

🇹🇷 TÜRKEI

🇩🇪 DEUTSCHLAND

🇯🇵 JAPANISCHE KARATE-TRADITION

🏊 SCHWIMMEN

🥋 KARATE

🏆 LEISTUNGSSPORT

👨‍🏫 TRAINING UND LEHRE

⚖️ KAMPFRICHTERWESEN

🏯 DŌJŌ

🤝 GEMEINSCHAFT

🧭 MENTORSHIP

Und über allem steht etwas, das sich nicht in einer Statistik messen lässt:

ERFAHRUNG.


🥋 HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSEREM CIRCLE OF MASTERS

Lieber Sensei Ahmet Sönmez,

mit großer Freude und tiefem Respekt heißen wir dich heute in unserem Circle of Masters willkommen.

Wir ehren dich nicht allein für deinen 6. Dan.

Nicht allein für 53 Jahre Karate.

Nicht allein für deine sportlichen Leistungen.

Nicht allein für deinen Weg vom Schwimmsport bis zum Nationaltrainer.

Nicht allein für deine jahrzehntelange Verbindung zu Hideo Ochi.

Nicht allein für deine Tätigkeit als Wettkämpfer, Trainer, Kampfrichter und Dōjōleiter.

Wir ehren die Gesamtheit dieses Weges.

Die Jahrzehnte.

Die Erfahrungen.

Die Menschen.

Die Schüler.

Die Lehrgänge.

Die Stunden im Dōjō.

Die Stunden am Beckenrand.

Die Siege.

Die Fehler, aus denen gelernt wurde.

Und vor allem das Wissen, das nicht für sich behalten, sondern weitergegeben wurde.

Denn irgendwann verschwinden Pokale in Schränken.

Urkunden hängen an Wänden.

Graduierungen werden Teil einer Biografie.

Aber das Wissen eines Lehrers lebt in seinen Schülern weiter.

Ein Lehrer gibt etwas weiter.

Der Schüler nimmt es auf.

Er verbindet es mit seinen eigenen Erfahrungen.

Und eines Tages gibt er einen Teil davon an die nächste Generation weiter.

So lebt Budō.

So lebt Karate.

Und genau deshalb gehört dieser Weg für uns in den Circle of Masters.


SENSEI AHMET SÖNMEZ

27 FEBRUARY 1949 · ŞANLIURFA, TURKEY 🇹🇷

6th DAN JKA/DJKB

KARATE SINCE 1973

53 YEARS OF KARATE

DAN EXAMINATIONS UNDER HIDEO OCHI 🇯🇵

ATHLETE · NATIONAL COACH · KARATEKA · COMPETITOR

TEACHER · DŌJŌ LEADER · REFEREE · MENTOR

TURKEY 🇹🇷 → GERMANY 🇩🇪

FROM THE WATER TO THE TATAMI

ATHLETE → NATIONAL COACH → KARATEKA → OCHI STUDENT → TEACHER → REFEREE → MENTOR → LEGACY


Der Grad zeigt eine Station.

Die Erfahrung zeigt den Weg.

Das Vermächtnis zeigt, was weiterlebt.

A MASTER’S PATH IS NOT MEASURED ONLY BY THE YEARS HE HAS TRAINED, BUT BY THE KNOWLEDGE HE CONTINUES TO PASS ON.

WELCOME TO OUR CIRCLE OF MASTERS, SENSEI AHMET SÖNMEZ. 🥋🇹🇷🇩🇪

WE HONOR THE WAY – NOT PERFECTION.

Different Masters. Different Styles. Different Paths. One Spirit.

TRADITION · EXPERIENCE · KNOWLEDGE · RESPECT · LEGACY

KEEP THE KARATE SPIRIT ALIVE.

THE WAY NEVER ENDS.

Bärenstarkes OSU! 🐻🔥🥋

Renshi Mike Stein, 6. Dan
INTERNATIONAL RIN D
Ō SHINZEN BUDŌ ASSOCIATION – IRDSBA
Rin D
ō Shinzen – Bärenschmiede Dōjō

🇬🇧🇯🇵 CHARLES MACK – EIN BRITISCHER PIONIER AUF DEM WEG ZUR JKA

10 SEPTEMBER 1965 · 2nd DAN · JKA · MASATOSHI NAKAYAMA · JAPAN

JŪDŌ · SHOTOKAN · JKA · JAPAN · GREAT BRITAIN · PIONEER · HISTORY · LEGACY

Manchmal beginnt unsere Recherche mit einem einzigen Datum.

Wir suchen nach einem Namen, einer Graduierung oder einem alten Ergebnis – und plötzlich öffnet sich dahinter eine ganze Epoche.

So war es auch diesmal.

Am 10. September 1965 bestand der britische Budō-Pionier Charles Mack nach der uns vorliegenden biografischen Quelle seine Prüfung zum 2. Dan Shotokan-Karate unter Masatoshi Nakayama. Als Kata wird Empi genannt.

Zunächst könnte man denken:

Ein Karateka.
Eine Prüfung.
Ein weiterer Dan-Grad.

Doch je tiefer wir recherchierten, desto deutlicher wurde:

Diese Geschichte handelt von wesentlich mehr.

Sie führt uns zurück in eine Zeit, in der Karate in Großbritannien noch am Anfang stand – und in der sich gerade jene Verbindungen zwischen Japan und Europa entwickelten, aus denen später einige der bedeutendsten britischen Karate-Organisationen hervorgehen sollten.

Und mittendrin finden wir einen Mann, dessen Name heute vielleicht nicht mehr jedem Karateka bekannt ist:

Charles Mack.


🇬🇧 VOM JUDŌ ZUM KARATE

Charles Mack wurde in Newcastle geboren.

1951 zog er nach London und wurde Mitglied des traditionsreichen Budokwai, das bereits 1918 gegründet worden war.

Sein ursprünglicher Weg war nicht Karate.

Es war Jūdō.

1953 erreichte Mack den 1. Dan, 1956 den 3. Dan und trat auch international für Großbritannien an.

Noch im selben Jahr wanderte er nach Kanada aus und ließ sich in Vancouver, British Columbia, nieder. Dort setzte er sein Jūdō fort und gewann nach der uns vorliegenden Biografie zwischen 1956 und 1958 dreimal die Northwestern Judo Championships.

Doch Mack wollte mehr lernen.

Und deshalb traf er eine Entscheidung, die seinen weiteren Lebensweg verändern sollte.

Er ging nach Japan.

Nicht für ein Wochenende.

Nicht für einen Lehrgang.

Nicht für ein Foto mit einem japanischen Meister.

Mack wollte ursprünglich etwa zwei Jahre bleiben und sein Jūdō weiterentwickeln.

Aus zwei Jahren wurden schließlich ungefähr sieben Jahre.


🇯🇵 1958 – DIE REISE NACH JAPAN

Im Juni 1958 reiste Mack mit dem Schiff Hikawa Maru nach Japan.

Sein eigentliches Ziel war das Kōdōkan in Tokio.

Bei den zweiten Jūdō-Weltmeisterschaften im Oktober 1958 in Tokio war Mack für Großbritannien nominiert. Zur Vorbereitung trainierte er am Kōdōkan.

Doch in Japan begegnete er noch einer anderen Kampfkunst.

Karate.

Mack begann zusätzlich im damaligen Dōjō der Japan Karate Association in Yotsuya Shotokan-Karate zu studieren.

Aus einem britischen Judoka, der nach Japan gereist war, um sein Jūdō zu verbessern, wurde damit auch ein Schüler des japanischen Shotokan.

Sein Japanaufenthalt entwickelte sich zu einem tiefen Eintauchen in die damalige Budō-Welt.

Er beschäftigte sich nicht nur mit Jūdō und Karate, sondern auch mit weiteren japanischen Kampfkünsten. Seinen Lebensunterhalt verdiente er unter anderem mit Englischunterricht.

Und in Japan lernte er auch Mutsuko, seine spätere Frau, kennen.


🥋 DER WEG ZU NAKAYAMA

Nach mehreren Jahren Shotokan-Training kam der nächste bedeutende Schritt.

Die von uns untersuchten Quellen sind beim genauen Datum seines Shodan nicht einheitlich.

Die ausführliche Charles-Mack-Biografie nennt den 14. März 1962. Andere Darstellungen der britischen Karategeschichte nennen dagegen den 4. März 1962. Letzteres Datum wird auch in mehreren historischen Übersichten wiederholt. (sssk)

Was übereinstimmend bleibt, ist der entscheidende Kern:

Masatoshi Nakayama graduierte Charles Mack 1962 in Japan zum 1. Dan Shotokan.

Als Prüfungs-Kata wird Bassai Dai genannt.

Damit gehörte Mack zu den frühesten britischen Karateka, die unmittelbar in Japan von der JKA graduiert wurden. Eine britische Karate-Historie bezeichnet ihn ausdrücklich als den ersten bedeutenden Briten außerhalb von Vernon Bells Organisation, der diesen Weg bis zum Schwarzgurt ging. (sssk)

Und Mack blieb in Japan.

Er trainierte weiter.


📅 10. SEPTEMBER 1965

Dann erreichen wir das Datum, das uns überhaupt erst zu dieser Recherche geführt hat.

Nach der ausführlichen Charles-Mack-Biografie bestand er am:

10. SEPTEMBER 1965

seine Prüfung zum:

2. DAN SHOTOKAN

Prüfer:

MASATOSHI NAKAYAMA

Als Kata wird diesmal genannt:

EMPI

Und genau an dieser Stelle wurde unsere Recherche plötzlich viel größer.

Denn um zu verstehen, was dieser Nidan im Jahr 1965 bedeutet, müssen wir uns anschauen, was gleichzeitig im britischen Karate geschah.


🇬🇧 VERNON BELL UND DIE ANFÄNGE DES BRITISCHEN KARATE

Während Mack in Japan trainierte, entwickelte sich Karate auch in Großbritannien.

Eine der zentralen Persönlichkeiten war Vernon Bell.

Bell hatte bereits 1956 begonnen, Karate in England aufzubauen. Seine frühen Verbindungen liefen über Frankreich und das Yoseikan-Umfeld um Henri Plée, Minoru und Hiroo Mochizuki sowie Tetsuji Murakami.

Die frühen Bedingungen waren völlig andere als heute.

Es gab keine flächendeckende Infrastruktur aus Karate-Dōjō, Trainern, Verbänden, Lehrgängen und Prüfungen.

Bells Schüler lernten teilweise aus dem, was ihr Lehrer auf seinen Reisen nach Frankreich aufgenommen hatte. Einer seiner frühen Schüler erinnerte sich später sinngemäß daran, wie wenig Material ihnen überhaupt zur Verfügung stand.

Die ersten britischen Karategruppen entstanden.

1959 wurde eine BKF-Gruppe in Liverpool aufgebaut; daraus entwickelte sich das berühmte Red Triangle. Zu den frühen Mitgliedern gehörte später auch Andy Sherry. 1961 entstand nach Bells Karate Summer School zudem eine frühe Karategruppe in Schottland. (sssk)

Doch Bell suchte schließlich die Verbindung zur Japan Karate Association.

Am 5. Februar 1964 wurde sein Schwarzgurt von der JKA anerkannt beziehungsweise ratifiziert. Die historische Darstellung betont dabei, dass Bell dafür keine neue Prüfung absolvieren musste und seinen bisherigen Yoseikan-Grad aufgab. (sssk)

Das ist ein bemerkenswertes Detail.

Denn es zeigt, dass die internationale Graduierungs- und Anerkennungspraxis jener frühen Zeit nicht einfach mit heutigen standardisierten Prüfungssystemen gleichgesetzt werden sollte.


🇯🇵🇬🇧 1965 – JAPAN KOMMT NACH GROSSBRITANNIEN

Bell bat die JKA schließlich darum, japanische Instruktoren nach Großbritannien zu schicken.

Und 1965 geschah etwas, das die britische Karategeschichte nachhaltig verändern sollte.

Taiji Kase.
Hirokazu Kanazawa.
Keinosuke Enoeda.
Hiroshi Shirai.

Am 21. April 1965 präsentierten sie JKA-Karate bei einer Demonstration in der Kensington Town Hall.

Kanazawa arbeitete anschließend in Großbritannien und wurde für eine ganze Generation britischer Karateka zu einem wichtigen Lehrer. (sssk)

Damit existierten nun zwei faszinierende Bewegungen gleichzeitig:

CHARLES MACK

GREAT BRITAIN → JAPAN

Ein Brite geht zur Quelle, lebt jahrelang in Japan und trainiert unmittelbar im japanischen Budō-Umfeld.

VERNON BELL

JAPAN → GREAT BRITAIN

Ein britischer Pionier baut eine Organisation auf, knüpft Kontakt mit der JKA und trägt dazu bei, japanische Instruktoren nach England zu holen.

Und genau zwischen diesen beiden Bewegungen steht das Jahr 1965.


🥋 WARUM DER 2. DAN HISTORISCH INTERESSANT IST

Heute ist ein 2. Dan innerhalb einer etablierten Karateorganisation ein normaler Abschnitt eines langen Budō-Weges.

1965 war die Situation in Großbritannien vollkommen anders.

Die Infrastruktur des JKA-Shotokan befand sich dort gerade erst im Aufbau.

Britische Karateka trainierten nun unter Kanazawa und Enoeda und begannen ihre eigenen Wege durch das JKA-Graduierungssystem.

Mack dagegen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits jahrelang in Japan trainiert.

Sein Nidan darf deshalb nicht einfach anhand heutiger Zahlen bewertet werden.

Nicht:

2. Dan damals = 6. Dan heute.

Eine solche mathematische Gleichsetzung wäre historisch nicht seriös.

Aber wir können sehr wohl feststellen:

Ein in Japan unter Nakayama erworbener Nidan hatte 1965 innerhalb der noch jungen britischen Karate-Landschaft eine ganz andere Seltenheit und praktische Bedeutung als ein Nidan innerhalb einer heute gewachsenen internationalen Verbandsstruktur.


🇯🇵 UND MACK WAR NOCH IMMER JUDOKA

1965 erreichte Mack einen weiteren außergewöhnlichen Meilenstein.

Nach der uns vorliegenden Biografie erhielt er am Kōdōkan den 5. Dan im Jūdō.

Die Urkunde soll ihm von Risei Kanō, dem Sohn von Jūdō-Begründer Jigorō Kanō, überreicht worden sein.

Die Biografie beschreibt ihn außerdem als Mitglied einer besonderen Trainingsgruppe am Kōdōkan.

Damit wird deutlich:

Wir sprechen bei Charles Mack nicht einfach von einem Karateka, der nebenbei etwas Jūdō betrieben hatte.

Sein Budō-Weg war multidisziplinär.

Jūdō führte ihn nach Japan.

Karate wurde dort zu einem weiteren wichtigen Bestandteil seines Weges.

Auch Aikidō gehörte später zu den japanischen Kampfkünsten, in denen er Dan-Erfahrung sammelte.


🇬🇧 1965 – DER SCHÜLER KEHRT ZURÜCK

Im selben Jahr kehrte Mack gemeinsam mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn John nach Großbritannien zurück.

Doch seine Rückkehr begann schwierig.

An seinem letzten Tag in Japan hatte er sich während eines Abschiedstrainings am Kōdōkan eine schwere Knieverletzung zugezogen.

Die Familie ließ sich deshalb zunächst in Newcastle nieder, während Mack sich erholte.

Anschließend zog sie nach London.

Und jetzt beginnt der zweite große Abschnitt seiner Geschichte.

Der Schüler aus Japan wird zum Lehrer in Großbritannien.

Mack kehrte zum Budokwai zurück.

Nach der uns vorliegenden Biografie führte er dort Karate ein und wurde Chief Instructor. Später übergab er diese Aufgabe an Hirokazu Kanazawa, um sich stärker auf seinen eigenen Club konzentrieren zu können.

Allein diese Verbindung ist historisch bemerkenswert:

MACK → BUDOKWAI → KANAZAWA


🥋 EIN EIGENER WEG

Mack eröffnete mit dem London Karate Club in Holborn einen der frühen Karateclubs Londons.

Und jetzt kommt ein Detail, das für das Verständnis der britischen Organisationsgeschichte entscheidend ist:

Macks Club gehörte NICHT zu Vernon Bells British Karate Federation.

Damit erkennen wir zwei zunächst voneinander unabhängige Entwicklungslinien.

BELL: frühes britisches Karate → BKF → Kontakt zur JKA → japanische Instruktoren.

MACK: Jūdō → Japan → JKA/Yotsuya → Nakayama → Rückkehr nach Großbritannien → eigener Club.

Nach der Mack-Biografie gründete er mit Zustimmung beziehungsweise Unterstützung Nakayamas und der JKA außerdem die International Shotokan Karate Association.

Wie formal diese Autorisierung genau ausgestaltet war, möchten wir noch weiter erforschen. Gerade bei der frühen JKA-Geschichte müssen wir zwischen persönlicher Zustimmung, technischer Anerkennung und formaler Verbandsvertretung unterscheiden.

Aber eines wird deutlich:

Charles Mack war kein Randbeobachter der frühen britischen Shotokan-Geschichte.

Er gehörte zu ihren Pionieren.


🔥 1966 – DIE WEGE TRENNEN SICH

Und nun wird die Geschichte politisch und organisatorisch interessant.

Viele britische Karateka entwickelten während der Arbeit mit den japanischen Instruktoren eine enge Verbindung zu Kanazawa.

1966 endete Kanazawas Vertrag mit Bell. Aus der Neuordnung der britischen Clubs entstand schließlich die Karate Union of Great Britain – KUGB.

Damit begann sich die britische Karate-Landschaft weiter zu verzweigen.

Bell verließ die JKA wieder und kehrte stärker zu seiner früheren Yoseikan-orientierten Linie zurück.

Und ausgerechnet hier begegnen sich unsere beiden Pioniere wieder:

VERNON BELL + CHARLES MACK

Eine britische historische Darstellung berichtet, dass beide 1966 an der British Karate Control Commission beteiligt waren; Alan Francis wird ebenfalls genannt. (sssk)

Damit wird deutlich, warum die Geschichte des britischen Karate niemals nur als einfache Linie

Japan → JKA → Großbritannien

erzählt werden kann.

Es entstanden Organisationen.

Organisationen teilten sich.

Instruktoren wechselten.

Neue technische Beziehungen entstanden.

Fragen nach Graduierungsrechten, Anerkennung, organisatorischer Autorität und internationaler Zugehörigkeit wurden immer wichtiger.

Bei möglichen finanziellen Interessen oder konkreten Zahlungsstrukturen zwischen britischen Verbänden und Japan bleiben wir jedoch vorsichtig: Dafür haben wir bisher keine ausreichenden zeitgenössischen Belege.


🌳 AUS EINEM SAMEN WURDEN VIELE ÄSTE

Aus den kleinen Gruppen der 1950er und 1960er Jahre entwickelte sich eine große britische Karate-Landschaft.

BKF.
JKA.
KUGB.
British Karate Control Commission.
International Shotokan Karate Association.

Später kamen weitere Organisationen, Abspaltungen und neue internationale Linien hinzu.

Menschen wie Kanazawa, Enoeda, Andy Sherry, Mick Randall und viele andere prägten jeweils eigene Teile dieser Entwicklung. Randall etwa war 1966 Mitbegründer der KUGB und später an mehreren weiteren britischen Shotokan-Organisationen beteiligt – ein gutes Beispiel dafür, wie stark sich dieser Stammbaum weiter verzweigte. (sssk)

Und genau hier erkennen wir etwas, das für unsere KARATE-DŌ · BUDŌ CHRONICLE wichtig ist:

Die Geschichte besteht nicht nur aus Verbandsnamen.

Sie besteht aus Menschen.

Menschen reisten.

Menschen lernten.

Menschen unterrichteten.

Menschen waren unterschiedlicher Meinung.

Menschen trennten sich.

Menschen gründeten etwas Neues.

Und dennoch trugen sie alle Teile des Karate weiter.


📖 CHARLES MACK BLIEB LEHRER

Macks Geschichte endete nicht in den 1960er Jahren.

1975 erschien das Buch „Shotokan Karate Free Fighting Techniques“, das Charles Mack gemeinsam mit Keinosuke Enoeda veröffentlichte. Nach der uns vorliegenden Biografie zeigen die Fotografien unter anderem Enoeda, Mack und Hideo Tomita bei der Demonstration verschiedener Techniken.

Auch Jahrzehnte später finden wir Mack noch als Lehrer und Prüfer.

Eine britische Shotokan-Genealogie dokumentiert beispielsweise, dass Paul Wilson im Juli 1990 seinen Shodan unter Charles Mack bestand. (sssk)

Das ist vielleicht eines der schönsten Details unserer Recherche.

1962 steht Mack selbst vor Nakayama.

1965 besteht er seinen Nidan.

Und 28 Jahre nach seinem eigenen Shodan steht eine weitere Generation vor ihm und wird von ihm graduiert.

Wissen wurde weitergegeben.


🔎 WAS UNS DIE RECHERCHE GEZEIGT HAT

Wir begannen eigentlich nur mit einer kleinen Kalendernotiz:

10. September 1965 – Charles Mack – 2. Dan.

Dann stellten wir Fragen.

Wer war dieser Mann?

Warum war er in Japan?

Wie lange blieb er dort?

Wer war sein Lehrer?

Was geschah anschließend?

Was machte Vernon Bell?

Wann kam die JKA nach Großbritannien?

Woher kamen Kanazawa und Enoeda?

Warum entstanden neue Organisationen?

Und plötzlich hatten wir nicht mehr nur einen Dan-Grad vor uns.

Wir standen mitten in der Entstehungsgeschichte des britischen Karate.

Das ist genau der Grund, weshalb wir unseren Budō-Kalender machen.

Nicht um Daten zu sammeln.

Nicht um Namen einfach abzuschreiben.

Sondern um die Menschen und Geschichten hinter diesen Daten wieder sichtbar zu machen.


🥋 DER 10. SEPTEMBER IST DIE TÜR

Für mich liegt darin die eigentliche Bedeutung dieses Tages.

Am 10. September 1965 steht Charles Mack nach jahrelangem Training in Japan noch einmal vor Masatoshi Nakayama und besteht – nach der von uns gefundenen ausführlichen Biografie – seine Prüfung zum 2. Dan, mit Empi als Kata.

Kurz darauf kehrt er nach Großbritannien zurück.

Deshalb kann dieses Datum beinahe wie ein Scharnier seines Lebens gelesen werden:

JAPAN → 10 SEPTEMBER 1965 → GREAT BRITAIN

STUDENT → INSTRUCTOR

TRAINING → EXPERIENCE → TRANSMISSION

Ein britischer Judoka war Jahre zuvor nach Japan gegangen, um zu lernen.

Er kam als erfahrener Budōka zurück.

Und wurde Teil jener Generation, die half, Karate in Großbritannien weiterzugeben und zu organisieren.


🇬🇧🇯🇵 CHARLES MACK

THE JOURNEY TO JAPAN.

THE JKA.

THE RETURN TO GREAT BRITAIN.

THE PIONEER.

THE TEACHER.

THE LEGACY.

Die großen Geschichtsbücher erinnern sich häufig an Organisationen.

Unsere Recherche sucht auch nach den Menschen zwischen diesen Organisationen.

Und vielleicht ist genau deshalb der Name Charles Mack heute wieder einen genaueren Blick wert.

Denn ohne Menschen wie ihn, Vernon Bell und die vielen anderen frühen Pioniere wäre die Geschichte des britischen Karate nicht dieselbe.

PRESERVE THE HISTORY.
HONOR THE MASTERS.
REMEMBER THE PIONEERS.
RESEARCH YOUR KARATE.
PASS ON THE KNOWLEDGE.

THE WAY NEVER ENDS.

Ein Datum öffnet die Tür.
Die Recherche zeigt uns den Weg.

OSU! 🥋🇬🇧🇯🇵🔎

🥋 HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSEREM CIRCLE OF MASTERS

🇯🇵 YOSHINOBU OHTA · 8. DAN JKA

THE MASTERS WHO TEACH AND INSPIRE US

JAPAN · TAKUSHOKU UNIVERSITY · JKA · SHOTOKAN KARATE-DŌ · KEINOSUKE ENOEDA · GREAT BRITAIN · TEACHING · TRANSMISSION · LEGACY

Mit großer Freude und Respekt begrüßen wir heute Yoshinobu Ohta Sensei, 8. Dan JKA, in unserem

CIRCLE OF MASTERS – THE MASTERS WHO TEACH AND INSPIRE US.

Unser Circle of Masters ist keine Rangliste.

Er ist keine Hall of Fame.

Und er behauptet nicht, dass wir mit jedem Meister, jeder Organisation oder jeder Interpretation des Karate übereinstimmen müssen.

Wir möchten Menschen sichtbar machen, deren jahrzehntelanger Weg durch die Kampfkunst Spuren hinterlassen hat – als Schüler, Wettkämpfer, Lehrer, Forscher, Bewahrer oder Vermittler zwischen Generationen.

Bei Yoshinobu Ohta führt dieser Weg von Japan über die Takushoku University und das JKA Honbu Dōjō nach Großbritannien – und von dort seit mehr als vier Jahrzehnten zu Karateka in vielen Ländern.

Seine Geschichte ist dabei untrennbar mit einem weiteren großen Namen des europäischen Shotokan verbunden:

Keinosuke Enoeda.

Doch bevor Ohta selbst Lehrer wurde, war auch er zunächst:

Schüler.


🇯🇵 DIE ERSTEN SCHRITTE

Yoshinobu Ohta wurde nach seinen eigenen Angaben am 3. November 1959 in Chiba, unweit von Tokio, geboren.

Sein Weg zum Karate begann nicht bereits als kleines Kind.

Mit 15 Jahren, im Jahr 1974, begann er an seiner High School mit Shotokan-Karate.

Sein Lehrer war Shinobu Sensei, sein Japanischlehrer, der damals den 4. Dan trug und das Karate-Training nach dem regulären Schulunterricht leitete.

Daneben gehörten an der Schule Jūdō oder Kendō zum Unterricht. Ohta entschied sich für Jūdō und trainierte es zwei Jahre lang einmal pro Woche.

Doch Karate wurde sein Weg.

Bereits mit 16 Jahren erhielt er seinen Shodan.

In dieser frühen Phase zeigte sich auch sein Wettkampftalent. Ohta gewann eine Regionalmeisterschaft und nahm anschließend an den japanischen High-School-Meisterschaften teil.

Diese Entwicklung öffnete ihm schließlich eine Tür, die für seinen weiteren Lebensweg entscheidend werden sollte:

TAKUSHOKU UNIVERSITY


🥋 TAKUSHOKU – EINE ANDERE WELT

Die Takushoku University besitzt innerhalb der Geschichte des JKA-Shotokan einen besonderen Stellenwert.

Mit ihr sind zahlreiche bedeutende Karateka verbunden, darunter Masatoshi Nakayama und Keinosuke Enoeda.

Für den jungen Ohta bedeutete der Eintritt in dieses Umfeld jedoch keineswegs, dass er nun bereits ein fertiger Karateka war.

Im Gegenteil.

In seinem Interview von 2003 erinnerte er sich daran, dass das Training unter Tsuyama Sensei derart anders gewesen sei, dass sie praktisch wieder von vorne begannen.

Der Schwerpunkt lag stark auf:

SPEED · POWER

Doch Ohtas Erinnerung geht wesentlich tiefer.

An der Universität wurde nicht nur die körperliche Leistung intensiver.

Auch die emotionale Kontrolle bekam für ihn eine völlig neue Bedeutung.

Die Studenten lebten als Team zusammen. Das Umfeld war streng, diszipliniert und nach seiner Beschreibung wesentlich reifer und beinahe militärisch geprägt.

Man musste lernen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Man musste lernen, mit älteren Studenten umzugehen.

Man musste lernen, innerhalb einer Gemeinschaft zu funktionieren.

Und man musste unter Druck Karate machen.

Ohta sagte rückblickend über diese Jahre sinngemäß:

Diese Zeit veränderte ihn vollständig.

Sie machte ihn stärker.

Nicht nur körperlich.

Auch als Mensch.


🇯🇵 NAKAYAMA UND DIE JKA

Auch Masatoshi Nakayama gehörte während dieser Zeit zu Ohtas Umfeld.

Ohta erinnerte sich daran, dass Nakayama Professor an der Universität war und gelegentlich am Training teilnahm.

Während seines Studiums besuchte Ohta außerdem regelmäßig Trainingseinheiten bei der Japan Karate Association.

Nach seinem Universitätsabschluss wurde aus diesen zusätzlichen Trainingseinheiten schließlich der nächste Abschnitt seines Lebens.

Er ging zur JKA und setzte dort seine Ausbildung intensiv fort.

Der Weg führte in das anspruchsvolle Umfeld der JKA-Instruktorenausbildung.

Damit befand sich Ohta in jener Institution, die bereits Generationen japanischer Instruktoren hervorgebracht hatte, die Karate später in die Welt trugen.

Und bald sollte auch er selbst Japan verlassen.


🇩🇪 EINE FRÜHE VERBINDUNG NACH DEUTSCHLAND

Eine kleine Erinnerung aus Ohtas Interview ist für unsere historische Forschung besonders interessant.

Während seines zweiten Studienjahres kam Hideo Ochi, der damals bereits als bedeutender JKA-Instruktor in Deutschland wirkte, nach Ohtas Erinnerung mit ungefähr 20 deutschen Karateka zum Training nach Japan.

Für Ohta waren internationale Begegnungen also keineswegs erst ein Thema, nachdem er nach England gegangen war.

Schon während seiner Ausbildung kreuzten sich die Wege japanischer und europäischer Karateka.

Jahrzehnte später sollte Ohta selbst regelmäßig in Europa unterrichten – auch in Deutschland.

Das Wissen bewegte sich in beide Richtungen.

GERMANY → JAPAN

und später:

JAPAN → GREAT BRITAIN → EUROPE


🌍 KARATE OHNE STILMAUERN

Ein weiterer Teil von Ohtas eigener Erinnerung verdient besondere Aufmerksamkeit.

Obwohl sein Weg eindeutig im Shotokan und in der JKA verwurzelt ist, trainierte er während seiner Schul- und Universitätszeit auch mit Karateka anderer Stilrichtungen.

Er nennt unter anderem:

GŌJŪ-RYŪ · WADŌ-RYŪ · SHITŌ-RYŪ

Ein Grund dafür war ganz praktisch.

Bei Wettkämpfen traf man auf Karateka anderer Schulen.

Wer gegen sie antreten wollte, musste verstehen, wie sie sich bewegten und welche Techniken sie verwendeten.

Doch aus diesen Begegnungen entstand mehr.

Ohta erinnerte sich an gemeinsames Training, gemeinsames Schwitzen und Freundschaften.

Stilrichtungen und Wettkampfergebnisse konnten Menschen voneinander unterscheiden.

Das gemeinsame Karate verband sie.

Genau diesen Geist wollte er später auch in England erhalten.

Für unseren Circle of Masters ist gerade dieser Gedanke bemerkenswert:

DIFFERENT STYLES.

SHARED TRAINING.

SHARED SWEAT.

ONE MARTIAL SPIRIT.


✈️ DER RUF NACH ENGLAND

Während Ohtas Ausbildung bei der JKA ergab sich schließlich jene Entscheidung, die sein gesamtes weiteres Leben verändern sollte.

Hideo Tomita, der in England tätig gewesen war, sollte nach Japan zurückkehren.

Ohtas Universitätslehrer kannte Keinosuke Enoeda und fragte den jungen Ohta, ob er nach England gehen und die Aufgabe übernehmen wolle.

Ohta dachte zunächst keineswegs an einen dauerhaften Umzug.

Ein paar Jahre?

Das konnte er sich vorstellen.

Dann wurde ihm gesagt:

Vielleicht würden daraus fünf Jahre.

Selbst diese Entscheidung musste er zunächst mit seiner Familie besprechen.

Ohta hatte an der Universität Business Management studiert. Seine Eltern besaßen ein Unternehmen und hatten eigentlich erwartet, dass ihr Sohn nach dem Studium bei dessen Führung helfen würde.

Doch Ohta entschied sich für Karate.


🇯🇵 ✈️ 🇬🇧 11. SEPTEMBER 1982

Am 11. September 1982 kam Yoshinobu Ohta nach England.

JKA England erinnerte 2022 ausdrücklich an den 40. Jahrestag dieses Ereignisses.

Aus den ursprünglich gedachten wenigen Jahren sollte schließlich ein Lebensweg werden.

Ohta war gerade einmal 22 Jahre alt.

Sein Englisch war noch begrenzt.

Er befand sich in einem anderen Land und einer anderen Kultur.

Doch er entdeckte eine Sprache, die er bereits beherrschte:

KARATE.

Ohta trainierte und unterrichtete in der Marshall Street in London.

Er erinnerte sich später daran, dass viele der dortigen Karateka bereits mehr Erfahrung besaßen als er.

Seine Reaktion darauf ist charakteristisch.

Er versuchte nicht, sich allein aufgrund seiner Herkunft oder seiner Position über die anderen zu stellen.

Nach seiner eigenen Erinnerung hielt er sich ungefähr drei Jahre bewusst zurück und ließ den Menschen Zeit, sich an ihn zu gewöhnen.

Er versuchte, natürlich zu bleiben.

Und langsam fand er seinen Platz.


🥋 KEINOSUKE ENOEDA

Was ursprünglich als Tätigkeit eines jungen JKA-Instruktors begann, entwickelte sich zu einer außergewöhnlich langen Lehrer-Schüler-Beziehung.

Von 1982 bis zu Enoedas Tod 2003 arbeitete Ohta ungefähr zwei Jahrzehnte an dessen Seite.

Doch Enoeda war für ihn wesentlich mehr als ein Vorgesetzter.

Ohta beschrieb diese Beziehung 2003 sehr persönlich.

Enoeda war ungefähr im Alter seiner Mutter.

Im Dōjō behandelte er Ohta wie einen Schüler.

Außerhalb des Dōjō behandelte er ihn wie einen Sohn.

Ohta bezeichnete ihn nicht einfach als Freund.

Er war sein:

SENSEI.

MENTOR.

FATHER FIGURE.

Ohta begleitete Enoeda bei seiner Arbeit und auf zahlreichen Reisen.

Er unterrichtete.

Er lernte.

Er beobachtete.

Und mit jedem Jahr wuchs seine eigene Erfahrung.

TRAINING → EXPERIENCE → RESPONSIBILITY


🕯️ 2003 – DER VERLUST DES LEHRERS

Dann kam das Jahr 2003.

Keinosuke Enoeda starb.

Ohta wusste zwar von dessen Krebserkrankung, hatte nach eigener Aussage jedoch nicht verstanden, wie ernst die Situation tatsächlich war.

Er hatte erwartet, dass sein Lehrer nach England zurückkehren würde.

Dann erreichte ihn die Nachricht.

Im Interview von 2003 fand Ohta dafür ein eindrucksvolles Bild:

Es habe sich angefühlt, als stünde er am Rand eines Abgrunds und blicke hinein.

Plötzlich fehlte der Mann, der ihn seit seiner Jugend in England begleitet hatte.

Er verlor seinen Lehrer.

Seinen Mentor.

Seine Vaterfigur.

Und zugleich erkannte Ohta erst jetzt, wie viel Enoeda während all dieser Jahre von ihm ferngehalten und wie sehr er ihn geschützt hatte.

Doch Budō stellt irgendwann jedem Schüler dieselbe Frage:

Was machst du mit dem, was dein Lehrer dir hinterlassen hat?

Ohtas Antwort war bemerkenswert schlicht:

Er machte weiter.


🇬🇧 JKA ENGLAND

Nach Enoedas Tod veränderte sich die Organisationslandschaft des britischen JKA-Shotokan.

JKA England entstand als offizielle Struktur für jene Karateka, die ihren Weg innerhalb der Japan Karate Association fortsetzen wollten.

Ohta übernahm die Position des Chief Instructor.

Seine Haltung beschrieb er 2003 ohne große politische Rhetorik.

Sinngemäß:

Er halte die JKA-Flagge hoch und gehe weiter. Wer diesen Weg mitgehen wolle, könne mitkommen. Wer sich anders entscheide, dürfe einen anderen Weg wählen.

Das ist eine bemerkenswerte Aussage.

Denn Respekt verlangt nicht, dass alle denselben Weg gehen.

RESPECT DOES NOT REQUIRE AGREEMENT.

Ohta sah seine Verantwortung zugleich darin, seinen Schülern Türen zu öffnen – im Karate, im Wettkampf und innerhalb der bestehenden internationalen Strukturen.

Der junge Assistent von 1982 war selbst zu einem Menschen geworden, der Verantwortung für eine nächste Generation trug.


🥋 VOM SCHÜLER ZUM LEHRER

Ohtas Geschichte zeigt etwas, das im Budō leicht vergessen wird.

Ein Meister erscheint nicht plötzlich als Meister.

Vor jedem Lehrer steht ein Schüler.

Vor der Erfahrung stehen Fehler.

Vor Verantwortung steht Lernen.

Und vor Weitergabe steht das eigene Training.

Ohtas Weg lässt sich deshalb nicht nur anhand seiner Dan-Grade erzählen.

Viel interessanter ist die Entwicklung:

BEGINNER

COMPETITOR

UNIVERSITY KARATEKA

JKA TRAINEE

INSTRUCTOR

ENOEDA’S ASSISTANT

TEACHER

CHIEF INSTRUCTOR

TRANSMITTER

Das ist Budō über ein ganzes Leben.


🇯🇵 7. DAN → 8. DAN

Im April 2010 bestand Ohta am JKA Honbu Dōjō in Tokio die Prüfung zum 7. Dan.

Weitere fünfzehn Jahre später folgte ein weiterer bedeutender Schritt.

Am 15. Februar 2025 wurde Yoshinobu Ohta durch das JKA Shihankai der 8. Dan JKA verliehen.

Doch für unseren Circle of Masters ist nicht die Zahl hinter seinem Namen der entscheidende Punkt.

Der Grad zeigt eine Station.

Der Lebensweg zeigt die Erfahrung.

Und die Weitergabe zeigt, was davon bleibt.


🇩🇪 BERLIN · 7. MÄRZ 2026

Und dann schließt sich für unsere Recherche ein kleiner Kreis.

Am 7. März 2026 leitete Yoshinobu Ohta, inzwischen 8. Dan JKA, das Spring Camp 2026 in Berlin-Pankow.

Jahrzehnte zuvor hatte der junge Ohta an der Takushoku University erlebt, wie Hideo Ochi mit einer Gruppe deutscher Karateka zum Training nach Japan kam.

Nun stand Ohta selbst als Lehrer in Deutschland auf der Tatami.

Aus dem Studenten war der Lehrer geworden.

Aus dem Empfänger wurde ein Übermittler.

Aus wenigen geplanten Jahren in Europa wurde ein Lebenswerk.

JAPAN → GREAT BRITAIN → GERMANY

STUDENT → TEACHER → TRANSMISSION


🔨 WARUM YOSHINOBU OHTA IN UNSEREN CIRCLE OF MASTERS GEHÖRT

Nicht allein wegen seines 8. Dan.

Nicht allein wegen der JKA.

Nicht allein wegen Takushoku.

Und nicht allein deshalb, weil er zwei Jahrzehnte an der Seite Keinosuke Enoedas verbrachte.

Wir nehmen Yoshinobu Ohta in unseren Circle auf, weil sein Lebensweg etwas zeigt, das für Budō wesentlich ist:

Lernen.

Sich anpassen.

Trainieren.

Verantwortung übernehmen.

Bewahren.

Und schließlich:

weitergeben.

1974 begann ein fünfzehnjähriger Schüler Karate.

1982 kam ein zweiundzwanzigjähriger japanischer Instruktor nach England.

2003 musste dieser Schüler lernen, ohne seinen großen Lehrer weiterzugehen.

2026 steht derselbe Mann noch immer auf der Tatami und gibt sein Wissen an andere Generationen weiter.

Mehr als fünf Jahrzehnte Karate.

Nicht stehen bleiben.

Nicht nur bewahren.

Weitergeben.


🇯🇵 YOSHINOBU OHTA · 8. DAN JKA

THE STUDENT.

THE COMPETITOR.

THE INSTRUCTOR.

THE ASSISTANT.

THE TEACHER.

THE PRESERVER.

THE TRANSMITTER.

THE LEGACY.

TRADITION → EXPERIENCE → RESPONSIBILITY → TRANSMISSION → LEGACY

Mit großem Respekt sagen wir deshalb:

WELCOME TO OUR CIRCLE OF MASTERS, OHTA SENSEI.

WE HONOR THE WAY – NOT PERFECTION.

DIFFERENT MASTERS. DIFFERENT STYLES. DIFFERENT OPINIONS.

RESPECT DOES NOT REQUIRE AGREEMENT.

PRESERVE THE HISTORY.

HONOR THE MASTERS.

PASS ON THE KNOWLEDGE.

KEEP THE KARATE SPIRIT ALIVE.

THE WAY NEVER ENDS.

OSU! 🥋🙏🇯🇵🇬🇧🇩🇪

🥋 HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSEREM CIRCLE OF MASTERS

🇯🇵 TSUGUO SAKUMOTO · HANSHI · 9. DAN

RYŪEI-RYŪ · 5TH DŌTŌ

THE MASTERS WHO TEACH AND INSPIRE US

OKINAWA · RYŪEI-RYŪ · KARATE-DŌ · KOBUDŌ · KENKŌ NAKAIMA · WORLD CHAMPION · TEACHER · PRESERVER · TRANSMISSION · LEGACY

Mit großer Freude und tiefem Respekt begrüßen wir heute einen außergewöhnlichen Meister des okinawanischen Karate in unserem

CIRCLE OF MASTERS – THE MASTERS WHO TEACH AND INSPIRE US.

TSUGUO SAKUMOTO SENSEI

Ein Mann, dessen Lebensweg auf besondere Weise zeigt, was aus Karate werden kann, wenn aus Training Erfahrung, aus Erfahrung Verantwortung und aus Verantwortung Weitergabe entsteht.

Unser Circle of Masters ist keine Rangliste.

Er ist keine Hall of Fame.

Wir suchen nicht nach perfekten Menschen.

Wir ehren den Weg.

Und bei Tsuguo Sakumoto führt dieser Weg vom Schüler einer alten okinawanischen Tradition zum Weltmeister – und vom Weltmeister zu einem Lehrer, der wiederum Weltmeister und einen Olympiasieger hervorbrachte.


🇯🇵 OKINAWA – DIE WURZELN

Tsuguo Sakumoto wurde am 13. Dezember 1947 auf Okinawa geboren.

Heute wird er innerhalb der offiziellen Ryūei-ryū-Genealogie als 5th Dōtō geführt. Dabei ist die Bezeichnung wichtig: Kenji Nakaima wird als 5th Sōke der Familienlinie geführt, während Sakumoto als 5th Dōtō die Weitertragung der Kampfkunst repräsentiert. (ryueiryu)

Damit beginnt bereits ein wesentlicher Teil seiner Geschichte.

Denn Ryūei-ryū war lange Zeit keine öffentlich verbreitete Karateschule.

Die Tradition wurde innerhalb der Nakaima-Familie bewahrt und weitergegeben. Erst Kenkō Nakaima öffnete diese Überlieferung auch für Schüler außerhalb der direkten Familienlinie.

Sakumoto wurde Schüler von:

KENKŌ NAKAIMA

Damit bekam er Zugang zu einer Tradition, die über Generationen innerhalb einer Familie bewahrt worden war.

Später wurde ihm eine besondere Verantwortung für ihre Weitergabe übertragen.

Nicht als Angehöriger der Nakaima-Familie.

Sondern als Schüler.

Als Karateka.

Als Lehrer.

TRADITION → TRUST → RESPONSIBILITY


🥋 DER SCHÜLER WIRD WETTKÄMPFER

Sakumotos Weg sollte jedoch nicht innerhalb eines kleinen Kreises auf Okinawa bleiben.

Er brachte sein Karate auf die internationale Wettkampffläche.

Und dort geschah etwas Außergewöhnliches.

Im Alter, in dem viele Leistungssportler bereits über das Ende ihrer Wettkampfkarriere nachdenken, begann für Sakumoto eine seiner erfolgreichsten Phasen.

Bei der Weltmeisterschaft 1984 in Maastricht gewann er im Kata-Einzel seinen ersten Weltmeistertitel.

Es folgten:

🥇 1984 · WORLD CHAMPIONSHIPS · MAASTRICHT

🥇 1986 · WORLD CHAMPIONSHIPS · SYDNEY

🥇 1988 · WORLD CHAMPIONSHIPS · CAIRO

Drei Weltmeisterschaften.

Drei Titel.

Hintereinander. Die internationalen Ergebnisarchive bestätigen diese drei Weltmeisterschaftssiege. (karaterec.com)

Doch damit war seine Serie nicht beendet.


🌍 WORLD GAMES – 1985 UND 1989

Bei den World Games 1985 in London gewann Sakumoto ebenfalls Gold im Kata-Einzel.

Vier Jahre später wiederholte er diesen Erfolg bei den World Games 1989 in Karlsruhe.

Die offiziellen World-Games-Unterlagen führen Sakumoto bei beiden Veranstaltungen als Sieger. (swog2022.theworldgames.org)

Damit haben wir bereits fünf große internationale Titel eindeutig dokumentiert:

1984 · WORLD CHAMPION

1985 · WORLD GAMES CHAMPION

1986 · WORLD CHAMPION

1988 · WORLD CHAMPION

1989 · WORLD GAMES CHAMPION

Die offizielle Ryūei-ryū-Genealogie nennt zusätzlich zwei World-Cup-Titel und fasst Sakumotos große Wettkampfserie damit als drei Weltmeisterschaften, zwei World Games und zwei World Cups zusammen. (ryueiryu)

SEVEN MAJOR WORLD TITLES.

Aber für unseren Circle of Masters sind diese Medaillen nur ein Teil seiner Geschichte.


🥋 RYŪEI-RYŪ WIRD INTERNATIONAL SICHTBAR

Mit Sakumotos Erfolgen trat auch seine Kampfkunst stärker in das internationale Bewusstsein.

Ryūei-ryū war keine der weltweit am stärksten verbreiteten Karaterichtungen.

Doch nun stand dort ein Mann aus Okinawa auf den großen Kata-Podien und gewann gegen die internationale Elite.

Das ist ein interessanter Punkt:

Sakumoto gewann nicht dadurch Bedeutung, dass er seine Wurzeln verließ.

Er machte seine Wurzeln sichtbar.

OKINAWA → RYŪEI-RYŪ → WORLD STAGE

Und irgendwann kannten Karateka auf der ganzen Welt nicht nur den Namen Sakumoto.

Sie kannten auch Kata und Bewegungsprinzipien seiner Tradition.


🎓 DER KAMPFKÜNSTLER UND PÄDAGOGE

Doch Sakumotos Lebensweg bestand nie ausschließlich aus Wettkampf.

Er war auch Pädagoge und im akademischen Bereich tätig.

Die offizielle Ryūei-ryū-Genealogie verbindet seine Wettkampfleistungen ausdrücklich mit seiner Tätigkeit an der Okinawa Prefectural University of Arts und nennt später auch seine Lehrtätigkeit an der University of the Ryukyus. Die Okinawa University führt Sakumoto heute als Gastprofessor; als Fachgebiet wird Okinawa Ryūei-ryū Karate und Kobudō genannt. (ryueiryu)

Das ist für unsere Betrachtung wichtig.

Denn ein guter Karateka kann eine Technik ausführen.

Ein erfahrener Lehrer muss zusätzlich verstehen:

Wie vermittle ich sie?

Wie entwickle ich einen Schüler?

Wie bewahre ich Prinzipien, ohne Entwicklung zu verhindern?

Und genau hier beginnt die zweite große Karriere Tsuguo Sakumotos.


🥋 VOM WELTMEISTER ZUM LEHRER VON WELTMEISTERN

Eine Sportbiografie könnte nach 1989 langsam enden.

Eine Budō-Biografie tut das nicht.

Denn die vielleicht bedeutendste Frage beginnt erst nach dem letzten eigenen Titel:

WAS MACHST DU MIT DEINER ERFAHRUNG?

Sakumoto gab sie weiter.

Die Ryūei-ryū-Dokumentation schreibt ihm als Coach die Ausbildung von neun Weltmeistern zu. (ryuei-ryu.de)

Das verändert unsere Perspektive vollständig.

Der außergewöhnliche Wettkämpfer wurde zum außergewöhnlichen Lehrer.

WORLD CHAMPION → TEACHER OF WORLD CHAMPIONS

Und unter seinen Schülern befindet sich ein Name, der die nächste Epoche des Kata-Wettkampfes prägen sollte:

🇯🇵 RYŌ KIYUNA

Mehrfacher Weltmeister.

Und schließlich:

OLYMPIC CHAMPION.

Damit entstand eine außergewöhnliche Lehrer-Schüler-Linie.

Sakumoto hatte auf den größten Wettkampfflächen seiner Generation gewonnen.

Kiyuna trug die Arbeit der nächsten Generation schließlich bis auf die olympische Bühne.

NAKAIMA → SAKUMOTO → KIYUNA → NEXT GENERATION

Das ist für uns Vermächtnis.


🔨 DER WERT EINES MEISTERS

Gerade hier liegt eine Lektion, die weit über Wettkampfergebnisse hinausgeht.

Eine Medaille zeigt, was ein Athlet an einem bestimmten Tag leisten konnte.

Ein Schüler zeigt möglicherweise, was sein Lehrer über Jahrzehnte verstanden hat.

Der große Athlet kann selbst gewinnen.

Der große Lehrer muss lernen, andere wachsen zu lassen.

Er kann ihnen seine Erfahrung geben.

Aber nicht seinen Körper.

Er kann ihnen Prinzipien vermitteln.

Aber sie müssen diese selbst erfahren.

Er kann ihnen den Weg zeigen.

Aber sie müssen ihn selbst gehen.

DER ATHLET ZEIGT, WAS ER KANN.

DER LEHRER ZEIGT, WAS ER WEITERGEBEN KANN.


🇩🇪 EINE SPUR NACH DEUTSCHLAND

Und dann wird Sakumotos Geschichte für unsere deutsche Karate-Chronicle besonders interessant.

Denn auch Deutschland gehört zu seinem internationalen Weg.

Wir besitzen inzwischen eine historische Aufnahme aus dem Jahr 1992.

Nach der überlieferten Bildbeschreibung zeigt sie Tsuguo Sakumoto bei einem Besuch bei Karateka aus:

LIMBURG · WEILBURG · IDSTEIN

Das Foto ist mehr als drei Jahrzehnte alt.

Doch genau solche Bilder zeigen, wie internationale Karategeschichte tatsächlich entstand.

Nicht nur durch Verbandsbeschlüsse.

Nicht nur durch Weltmeisterschaften.

Sondern dadurch, dass Menschen reisten.

Dōjō besuchten.

Gemeinsam trainierten.

Wissen austauschten.

Und Beziehungen entstanden.


🇩🇪🇯🇵 1991 → 1992 → 2024

Hier kommt zusätzlich die persönliche Erinnerung von Jochen Harms ins Spiel.

Nach seiner Überlieferung kennt seine Tochter Tsuguo Sakumoto bereits seit 1991.

1992 finden wir Sakumoto auf dem historischen Foto mit Karateka aus Hessen.

Und 2024 besuchte Jochen Harms‘ Tochter gemeinsam mit ihrem Ehemann Sakumoto erneut in dessen Karate-Akademie auf Okinawa.

Danach telefonierten Jochen und Sakumoto nach längerer Zeit wieder miteinander.

Mehr als drei Jahrzehnte zwischen den Begegnungen.

Und trotzdem bestand die Verbindung noch.

1991 → 1992 → 2024

Das ist keine Ergebnisliste.

Das ist:

KARATE ALS MENSCHLICHE VERBINDUNG.


🌍 2026 – DIE GESCHICHTE IST NOCH NICHT VORBEI

Und gerade während wir diese Biografie schreiben, führt uns die Geschichte wieder in die Gegenwart.

Tsuguo Sakumoto ist heute 78 Jahre alt.

Und seine Geschichte gehört keineswegs nur in ein Archiv.

Sein Name steht weiterhin für Unterricht und Weitergabe.

Das ist für unseren Circle of Masters vielleicht das schönste Schlussbild:

Nicht die Medaille von 1984.

Nicht der Pokal von 1986.

Nicht das Podium von 1988.

Sondern ein alter Meister, dessen Wissen noch immer von Generation zu Generation weitergetragen wird.

THE WAY CONTINUES.


🌲 VON EINER FAMILIENTRADITION ZUR NÄCHSTEN GENERATION

Wenn wir seinen gesamten Weg betrachten, entsteht ein bemerkenswerter Kreis.

Eine Kampfkunst wird innerhalb einer okinawanischen Familie bewahrt.

Kenkō Nakaima öffnet die Tür.

Tsuguo Sakumoto tritt hindurch.

Er lernt.

Er trainiert.

Er entwickelt sich.

Er trägt Ryūei-ryū auf die Weltbühne.

Er wird dreimal Weltmeister.

Er gewinnt zweimal die World Games.

Er wird Lehrer.

Er bildet Weltmeister aus.

Einer seiner Schüler wird Olympiasieger.

Und die nächste Generation übernimmt.

TRADITION → EXPERIENCE → RESPONSIBILITY → TRANSMISSION → LEGACY

Das ist für uns Budō.


🔥 WARUM TSUGUO SAKUMOTO IN UNSEREN CIRCLE OF MASTERS GEHÖRT

Nicht wegen seines 9. Dan allein.

Nicht wegen seines Titels Hanshi.

Nicht wegen dreier Weltmeisterschaften.

Nicht wegen sieben großer internationaler Titel.

Und nicht einmal deshalb, weil einer seiner Schüler Olympiasieger wurde.

Sondern weil alle diese Stationen gemeinsam einen Lebensweg zeigen.

THE STUDENT.

THE COMPETITOR.

THE WORLD CHAMPION.

THE TEACHER.

THE PRESERVER.

THE TRANSMITTER.

THE TEACHER OF CHAMPIONS.

THE LEGACY.

Sakumotos Weg zeigt uns:

Ein Champion gewinnt einen Titel.

Ein Meister trägt Wissen weiter.

Und ein Vermächtnis beginnt dort, wo dieses Wissen auch dann noch lebt, wenn die eigene Wettkampfzeit längst vorüber ist.


🇯🇵 TSUGUO SAKUMOTO · HANSHI · 9. DAN

RYŪEI-RYŪ · 5TH DŌTŌ

Mit großem Respekt sagen wir:

WELCOME TO OUR CIRCLE OF MASTERS, SAKUMOTO SENSEI.

WE HONOR THE WAY – NOT PERFECTION.

DIFFERENT MASTERS. DIFFERENT STYLES. DIFFERENT OPINIONS.

RESPECT DOES NOT REQUIRE AGREEMENT.

PRESERVE THE HISTORY.

HONOR THE MASTERS.

PASS ON THE KNOWLEDGE.

KEEP THE KARATE SPIRIT ALIVE.

THE WAY NEVER ENDS.

OSU! 🥋🙏🇯🇵

CIRCLE OF MASTERS

THE MASTERS WHO TEACH AND INSPIRE US

🇬🇧 MOLLY SAMUEL-LEPORT MBE 🇬🇧

6TH DAN · ISHINRYU KARATE

KUMITE · GREAT BRITAIN

BORN 12 SEPTEMBER 1961 · LONDON, ENGLAND

Molly Samuel-Leport MBE is one of the most accomplished female Kumite competitors in the history of British Karate.

She began Karate around 1981 within the British Ishinryu tradition founded by Ticky Donovan OBE, developing under club instructor Will Verner, personal coach Jerry Leport, and national-team coach Ticky Donovan.

Within only a few years, she progressed from beginner to national champion and ultimately to the highest level of international competition.

Her remarkable career includes eight English Individual Kumite titles, multiple British championships, four European Individual Kumite titles, and three Individual World Cup victories.

At World Championship level she achieved:

1986 · WORLD CHAMPIONSHIP SILVER
1990 · WORLD CHAMPIONSHIP BRONZE
1992 · WORLD CHAMPION · KUMITE −60 KG
1992 · WORLD TEAM CHAMPION

In 1993, she added another major international achievement:

WORLD GAMES CHAMPION · KUMITE −60 KG

Her contribution to Karate continued beyond competition.

Molly became a national women’s coach and later served as National Coach of Karate England from 2004 to 2006. She has also served as Vice-President of Karate Sport England, contributing her experience to the development and promotion of Karate for future generations.

Her life beyond competition has included education, community engagement and public service.

In 2015, Molly Irene Samuel-Leport was appointed:

MEMBER OF THE ORDER OF THE BRITISH EMPIRE · MBE

FOR SERVICES TO KARATE

Her journey from beginner to World Champion, coach, educator and role model represents a lifetime of determination, achievement and service.

For her outstanding contribution to British and international Karate, her achievements as a pioneering female Kumite competitor, and her commitment to passing experience to future generations, we proudly welcome

🇬🇧 MOLLY SAMUEL-LEPORT MBE 🇬🇧

6TH DAN · ISHINRYU KARATE

into the

CIRCLE OF MASTERS

THE MASTERS WHO TEACH AND INSPIRE US

FIGHTER → CHAMPION → COACH → EDUCATOR → ROLE MODEL → LEGACY

PRESERVE THE HISTORY.
HONOR THE MASTERS.
PASS ON THE KNOWLEDGE.

THE WAY NEVER ENDS.