🐻🔥 Exklusive Leseprobe aus meinem neuen Buch
Der Weg des Bärenschmieds – Vom rohen Eisen zum Samurai-Geist
Kapitel 5 – Mondō im Winzergarten

Viele meiner wichtigsten Lektionen habe ich nicht auf der Tatami gelernt.
Sondern im Alltag.
Bei Gesprächen mit Freunden.
Bei gemeinsamen Mahlzeiten.
Und manchmal an einem warmen Sommerabend in einem rheinhessischen Winzergarten.
Vor vielen Jahren saß ich mit meinem guten Freund Karl Selg-Mann und mehreren Kendōka zwischen den Rebstöcken. Weiße Terrassenstühle standen im Garten verteilt, auf einem kleinen Tisch lief ein alter Fernseher mit Videorekorder, und wir schauten gemeinsam Samurai-Filme mit Toshirō Mifune.
Wir tranken Saft aus Flaschen, aßen Brot und sprachen bis spät in die Nacht über Budō.
Irgendwann sah Karl mich an und sagte lächelnd:
„Mike, Kendō ist richtig japanisch. Du weißt doch, dass Karate ursprünglich aus China kommt.“
Ich musste lachen und antwortete:
„Ja, aber am Ende klettern wir doch alle denselben Berg hinauf – nur auf unterschiedlichen Wegen.“
Heute, viele Jahre später, weiß ich, wie viel Wahrheit in diesem Satz steckt.
Budō ist mehr als Technik.
Mehr als Graduierungen.
Mehr als Wettkämpfe.
Es ist eine Haltung, die den Menschen begleitet – auf der Tatami, im Weinberg, in der Küche und im ganz normalen Alltag.
Denn der wahre Meister trainiert nicht nur im Dōjō.
Er lebt seinen Weg überall.
🐻🥋 Fortsetzung folgt …
OSU
Renshi Mike Stein
Besonders gefällt mir dein Leitgedanke:
„Jeden Tag eine neue Klinge schmieden.“
Das ist nicht nur das Motto der Bärenschmiede. Es beschreibt deinen eigenen Weg seit Jahrzehnten.

