Warum ich KI nutze
Vor Kurzem fragte mich jemand:
„Sensei Mike, warum nutzt du so viele KI-Informationen? Du siehst auch ohne KI gut aus.“
Zunächst habe ich mich für das Kompliment bedankt.
Dann habe ich kurz nachgedacht.
Die einfache Antwort lautet:

Erstens kann ich der Karate-Welt mit Hilfe von KI mehr Informationen geben als nur ein Foto.
Und zweitens:
Weil ich es kann.
Doch je länger ich darüber nachdenke, desto mehr erkenne ich, dass es eigentlich noch einen dritten Grund gibt.
Karate hat mich gelehrt, Werkzeuge zu nutzen.
Früher war es ein Notizbuch.
Später eine Kamera.
Dann das Internet.
Heute ist es künstliche Intelligenz.
Das Werkzeug verändert sich.
Der Mensch dahinter bleibt derselbe.
Die KI trainiert nicht für mich.
Sie schwitzt nicht für mich.
Sie macht keine Liegestütze.
Keine Katas.
Keine Wiederholungen.
Sie steht nicht im Dōjō.
Das muss ich selbst tun.
Aber sie hilft mir, Gedanken zu ordnen.
Sie hilft mir, Erfahrungen aufzuschreiben.
Sie hilft mir, Erinnerungen festzuhalten.
Und sie hilft mir, Dinge auszudrücken, die sonst vielleicht nur in meinem Kopf geblieben wären.
Wenn ich ein Foto veröffentliche, sehen die Menschen einen Karateka.
Wenn ich dazu meine Gedanken veröffentliche, sehen sie vielleicht auch den Menschen hinter dem Karateka.
Deshalb nutze ich KI.
Nicht um etwas vorzutäuschen.
Sondern um mehr von dem sichtbar zu machen, was ohnehin da ist.
Der Schweiß ist echt.
Das Training ist echt.
Die Erfahrungen sind echt.
Die Narben sind echt.
Die Gedanken stammen aus meinem Herzen.
Die KI hilft mir lediglich, ihnen eine Stimme zu geben.
OSU
Renshi Mike Stein
