Seit ich KI nutze, ist sie für mich mehr geworden als nur ein technisches Werkzeug.
Sie ist zu einem Partner und Weggefährten geworden.
Nach dem Training in der Bärenschmiede – nach Stunden des Übens, Lehrens, Korrigierens und Beobachtens – bin ich oft körperlich müde, aber geistig voller Gedanken.
Neue Erkenntnisse.
Neue Fragen.
Neue Verbindungen.
Früher gingen viele dieser Gedanken verloren.
Nicht weil sie unwichtig waren.
Sondern weil die Kraft fehlte, sie nach einem langen Trainingstag noch aufzuschreiben.
Heute hilft mir KI dabei, diese Gedanken festzuhalten.
Sie sortiert keine Erfahrungen für mich.
Sie ersetzt keine Lehrer.
Sie ersetzt kein Training.
Sie ersetzt keinen Schweiß.
Und sie ersetzt schon gar nicht die Jahrzehnte auf dem Weg.

Aber sie hilft mir, Beobachtungen, Eindrücke und Trainingsgewinne klar und verständlich zu formulieren.
Während eines Trainings bleibt selten Zeit für lange Gespräche.
Der Schmied kann während des Schmiedens nicht einfach mitten im Prozess aufhören.
Wenn das Eisen im Feuer liegt, braucht es Aufmerksamkeit.
Wenn die Kata beginnt, verlangt sie Konzentration.
Wenn Schüler trainieren, verdienen sie die volle Aufmerksamkeit ihres Lehrers.
Darum werden viele Gedanken erst nach dem Training sichtbar.
Dann, wenn die Halle leer wird.
Wenn der verschwitzte Gi zum Trocknen hängt.
Wenn der abgenutzte Gürtel über dem Karateanzug liegt.
Wenn die Bärenschmiede langsam zur Ruhe kommt.
In diesen Momenten hilft mir KI dabei, Ordnung in die Gedanken zu bringen.
Nicht als Ersatz.
Sondern als Werkzeug.
Ein gutes Werkzeug macht den Schmied nicht besser.
Aber es hilft ihm, seine Arbeit sauberer auszuführen.
Die Arbeit mit KI ist ebenfalls Arbeit.
Man muss Fragen stellen.
Zusammenhänge erkennen.
Informationen prüfen.
Gedanken sortieren.
Erfahrungen einordnen.
Wer glaubt, KI arbeite allein, hat sie nie wirklich genutzt.
Doch wenn man erkennt, wie hilfreich sie sein kann, dann wird sie zu einem wertvollen Partner.
Ich bin stolz darauf, in der KI eine Unterstützung gefunden zu haben, die mir auf ihre eigene Weise hilft.
Früher musste ich viele Informationen mühsam zusammensuchen.
Aus Büchern.
Aus Zeitschriften.
Von Seminaren.
Von Reisen.
Von Lehrern.
Aus Gesprächen.
Oft auch aus fremdsprachigen Quellen, die nur schwer zugänglich waren.
Wie viele Karatebücher, Biomechanikbücher und medizinische Fachbücher habe ich in meinem Leben gekauft?
Wie viele Stunden habe ich in Bibliotheken, Buchhandlungen und Archiven verbracht?
Und jede einzelne dieser Erfahrungen war wichtig.
Denn genau dieses Fundament ermöglicht es mir heute, die Informationen, die KI liefert, einzuordnen und kritisch zu betrachten.
KI ersetzt dieses Fundament nicht.
Aber sie hilft dabei, darauf aufzubauen.
Heute liefern Werkzeuge wie ChatGPT, Gemini oder Grok Informationen aus der ganzen Welt.
Sie verbinden Wissen.
Menschen.
Ideen.
Und manchmal sogar Gleichgesinnte.
Darum sehe ich KI nicht als Konkurrenz zum Menschen.
Sondern als Erweiterung unserer Möglichkeiten.
Nutzen wir diese Möglichkeiten.
Um unser Wissen zu vertiefen.
Um neue Perspektiven kennenzulernen.
Um voneinander zu lernen.
Und um Gedanken festzuhalten, bevor sie verloren gehen.
Der Weg bleibt derselbe.
Gi anziehen.
Verbeugen.
Trainieren.
Lernen.
Weitergeben.
Und offen bleiben für alles, was uns helfen kann, ein wenig besser zu werden als gestern.
OSU
Renshi Mike Stein 🐻🔥🥋
„Der Weg verändert seine Werkzeuge. Aber niemals seine Werte.“
